diy plus

Einsamer Marktführer

Man kennt sie, man schätzt sie, man verarbeitet sie selber: Raufaser ist eigentlich ein uraltes Produkt und vielleicht auch deshalb extrem beliebt. Und dennoch lässt sich Erfurt immer wieder auch was Neues einfallen

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
Eigentlich kann man in solchen Zeiten als Unternehmen froh sein, wenn die Exportkapazitäten noch nicht voll ausgeschöpft sind. Nun, da der Inlandsmarkt, wo man auch hinhört, in Minuszahlen abrutscht und Kompensationen überwiegend im Export erzielt werden, kommt einem Unternehmen genau das zugute. In den vergangenen Jahren hatte man bei Erfurt in Wuppertal gemerkt: Am Export hapert es. 15 Prozent macht der Raufaser-Hersteller inzwischen dennoch über den Export, so Geschäftsführer Martin Erfurt auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Heimtex, damit aber eben immer noch einen relativ kleinen Anteil am Gesamtumsatz. Deshalb soll dieser auch weiter steigen, auf rund 25 Prozent, so Martin Erfurt weiter, im Laufe der kommenden zwei bis drei Jahre.
Ungestützte und gestützte Bekanntheit von Herstellern
(pdf-Datei zum Herunterladen)
Preise sollen rauf
Aber das war nicht das Hauptthema. Hauptthema waren die Preise. Die sollen nämlich ab Juli 2003 nach oben. Folglich gab sich Manfred Franken, Leiter Marketing und Vertrieb, bei der Vorstellung einer Verbraucherbefragung durch die GfK auch alle Mühe, zu begründen, warum gerade der Preis bei Raufaser eigentlich gar keine so bedeutende Rolle spiele für den Endverbraucher.
Zum Beispiel mit dem Chart, das der Frage nachging: „Gibt es bestimmte k.o.-Kriterien, die gegen die Auswahl eines bestimmten Wandbelages sprechen?“ Das Ergebnis: 21,2 Prozent der Befragten gaben große Muster/Mustertapete an. 15,3 Prozent eine schlechte Farbgestaltung, zehn Prozent Umwelt- und Gesundheitsschädlichkeit und schlechtes Design und Optik sahen 8,1 Prozent als Kaufausschluss-Kriterium. Dagegen nannten lediglich 5,9 Prozent zu hohe Preise. Auch die Antworten auf die Frage, welche Eigenschaften bei Wandbelägen wichtig seien, scheint diese These zu bestätigen: Für mehr als die Hälfte der Befragten spielt der Preis danach eine untergeordnete Rolle. Ob dies bei steigenden Preisen dann so bleibt, muss der Markt entscheiden.
Art der Wandbeläge
(pdf-Datei zum Herunterladen)
Voll im Trend
Raufaser aber, daran lässt die Untersuchung keinen Zweifel, liegt nach wie vor voll im Trend und wird weitgehend mit Erfurt identifiziert. Rund 80 Prozent führen die Renovierung der Wandbeläge selbst durch. Nur 20 Prozent beauftragen eine Firma. Heimwerker renovieren zudem häufiger: Im Durchschnitt alle 2,2 Jahre. Wer den Maler bestellt, tut dies durchschnittlich nur alle 3,2 Jahre. Tapeziert wird vorwiegend im Wohnzimmer (27,9 Prozent); in Badezimmer und Esszimmer dagegen…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch