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Zu guter Letzt

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Dies ist eine Buchempfehlung für Do-it-yourselfer. Es mag ja sein, dass die Feder mächtiger als das Schwert ist. Aber gegen einen Schlagbohrer sieht sie alt aus. Während das Weltkulturerbe langsam zerbröselt, wächst auf jeder zweiten Wiese ein Baumarktriese. Die Dichtung suchen wir bei Hornbach, nicht bei Hölderlin. Was würde passieren, wenn sich Weltliteraten nicht nur um das schöne Wort, sondern auch um die alten Badezimmerkacheln kümmern müssten? Mark Crick malt es sich in seinem Büchlein „Goethe im Baumarkt – Wenn Weltliteraten heimwerken müssten“ aus (Karl Blessing Verlag, 12,- €). Die Wanne des jungen Werther benötigt, frei nach Goethe, dringend Dichtungskitt; mit Hemingway’schen Todesmut kämpft ein alter Mann gegen die Blümchentapete. Das Montieren des Lichtschalters gerät dank Elfriede Jelinek zum erbitterten Protest des schwachen Geschlechts gegen übergriffige männliche (Elektriker-)Hände. In weiteren Rollen u. a. Werke von Jean-Paul Sartre, Emily Brontë und Hunter S. Thompson, Haruki Murakami und Edgar Allan Poe, Fjodor Dostojewski und Julius Cäsar. In 14 herrlichen Parodien – auf alles außer Tiernahrung – konfrontiert Crick unsterbliche Poeten mit den profanen Problemen des Heimwerkens. Ein Buch für’s Fest, für den lieben Partner oder zur intellektuellen Frustbewältigung.
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