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Markantes Entree

Am Stadteingang von Tübingen hat sich die Gärtnerei Sinner mit einem ambitionierten Neubau zu einem Gartencenter weiterentwickelt.
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Manchmal haben behördliche Vorgaben auch ihr Gutes. Für das Gewerbegebiet links und rechts der B 28 am Stadteingang von Tübingen hat die Kommune 08/ 15-Bauten für Tabu erklärt. Auch bei Handelsimmobilien muss es in dem schwäbischen Universitätsstädtchen schon etwas Besonderes sein. Sogar Aldi musste seine Filiale hinter einer futuristischen Fassade unterbringen. In diesem Umfeld noch einen architektonischen Akzent zu setzen, ist keine leichte Aufgabe. Die in der vierten Generation am Ort ansässige Gärtnerei Sinner hat sie mit einem markanten Verkaufsgewächshaus ziemlich bravourös gelöst. Der von Rabensteiner errichtete Neubau zieht die Blicke mit seiner offenen, 25 m langen Eingangspassage auf sich. Diese langgestreckte Vorhalle ist Teil eines zweigeschossigen „Auftaktgebäudes“ von insgesamt 60 m Länge, das der ortsansässige Architekt vor die dreischiffige Gewächshauskonstruktion zur Straße hin platziert hat. Dabei wurde auch die von Rabensteiner vorgeschlagene Integration des Flachdachbaus in das Gesamtkonzept realisiert, indem im Innern eine Empore eingezogen und dadurch Platz für Büros und Sozialräume geschaffen wurde. Obwohl sie in einer langen gärtnerischen Familientradition stehen (und obwohl sie auf eigenem Grund und Boden gebaut haben), haben die Betreiber Kerstin und Andrea Sinner – sie ist Floristin, er Gärtnermeister – mit diesem Projekt Neuland betreten. Denn bislang haben sie zusätzlich zur Unter-Glas-Produktion auf 15.000 m² eine Endverkaufsgärtnerei betrieben, jedoch noch kein Gartencenter in dieser Größenordnung. „Wir hatten früher wenig Hartware“, sagt Kerstin Sinner. Das hat sich durch das erheblich erweiterte Angebot an Gartendekoration und Boutiqueartikeln am neuen Standort geändert. Um das neue Angebotskonzept professionell zu erweitern, hat sich die Inhaberfamilie Unterstützung von der NBB Egesa Gartencenter geholt. Vertriebsleiter Thomas Buchenau betont die Flexibilität der Kooperationsleistungen, die individuell abgerufen werden können: „Der Systempartner ist frei in der Entscheidung“, sagt Buchenau. So greift die Gärtnerei Sinner, die diesen gut eingeführten Namen ohne weiteren Dachmarkenzusatz beibehält, beispielsweise auf das Werbe- und Marketingkonzept der Kooperation zurück. Beratend tätig war Thomas Buchenau außerdem in Sachen Wegeführung. „Ziel war es, die Kunden durch den gesamten Markt zu führen“, erläutert er. „Das heißt: keine toten Ecken, keine Sackgassen.“ Dafür wurde bewusst auch…
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