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Heimwerkerparadies im Idyll

Hornbach eröffnete Ende August im Wallis seinen sechsten Schweizer Standort. Der zweisprachige Baumarkt unterstreicht die Diversität der Schweiz.
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Deutschen erscheint das Wallis (auf Französisch Valais), also das schweizerische Tälergebiet nördlich des Großen St. Bernhard, als Idyll. Berge, Tourismus, Käse, sogar Weinanbau, das Land scheint alles zu haben. Dabei leidet der zweisprachige Kanton (rd. 60 Prozent französisch- und 30 Prozent deutschsprachige Einwohner) unter dem steten Abwanderungsverlust von Jugendlichen. Erhebungen zufolge arbeiten zwei von drei Walliser Jugendlichen mit einer höheren Ausbildung nicht im Heimatkanton. Kein Wunder also, dass Hornbach mit seiner jüngsten Investition in der Schweiz, dem neuen Baumarkt in Riddes/Wallis, – die Eröffnung erfolgte am Mittwoch, den 21. August 2012 - im Kanton höchst willkommen ist. Immerhin schafft das Unternehmen 95 neue Arbeitsplätze. Eine Tatsache, die auch das Unternehmen herausstreicht. Von den neu geschaffenen Arbeitsplätzen in Riddes konnten rund die Hälfte durch ehemals arbeitslose Menschen der Region besetzt werden. Aufgrund des akuten Mangels an qualifizierten Arbeitsplätzen im Wallis seien, so Hornbach, viele Bewohner gezwungen, in den umliegenden Nachbarkantonen nach Arbeit zu suchen. Bei der Auswahl der Mitarbeiter sei deshalb eng mit den lokalen Arbeitsämtern der Kantone Waadt und Wallis zusammengearbeitet worden. Durch die intensive Zusammenarbeit konnten viele Arbeitslose wieder in die Arbeitswelt eingegliedert werden. Die neuen Mitarbeiter mussten u. a. eine achtwöchige Ausbildung in einer anderen Hornbach-Filiale absolviert. Außerdem besuchen alle Mitarbeiter regelmäßig Weiterbildungen. Der neueste, rund 13.000 m² große Hornbach-Baumarkt ist der sechste Schweizer Standort und glänzt mit einem Baustoffabhollager und Gartenmarkt. Durch das sowohl französische als auch deutsche Einzugsgebiet wurde Hornbach vor eine Herausforderung gestellt. Um den Kunden alle wichtigen Informationen gleichermaßen zur Verfügung zu stellen, wurden Etiketten, Wegweiser etc. zweisprachig beschriftet. Überdies liegen Broschüren in beiden Sprachversionen auf. Hinzu kommt, dass in jeder Abteilung mindestens ein Mitarbeiter deutsch spricht. Auf Führungsebene ist es sogar Voraussetzung, „bilingue“ zu sein. Marktmanager Sandro Neuenschwander kann nach den ersten vier Monaten zufrieden eine erste Zwischenbilanz ziehen. Der neue Standort werde im Kanton sehr gut angenommen. Etwas überrascht ist er jedoch, wie sehr gerade deutschsprachige Walliser, die immerhin rund 40 Kilometer fahren müssen, um Riddes zu erreichen, den neuen Standort aufsuchen. Rund 70…
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