Dr. Joachim Bengelsdorf
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Kommentar

Ein "merkwürdiges" Jahr

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Ganze acht Seiten befassen sich in diesem diy-Heft mit den Auswirkungen des vergangenen Jahres und dem Ausblick auf das laufende Jahr. 2020 war ein wahrlich merkwürdiges Jahr – und zwar im wortwörtlichen Sinne von „merkwürdig“, nämlich würdig, dass man es sich merkt, dass man sich daran lange Zeit erinnert. Wenn Sie alte Flugblätter lesen, werden Sie oft in deren Überschriften über dieses Adjektiv/Adverb stolpern, wenn es um Katastrophen, unerklärliche Himmelserscheinungen oder um den Tod von Herrschern geht. Das Flugblatt „Historisch-genealogischer Calender, oder Jahrbuch der merkwürdigsten Welt-Begebenheiten für 1784“ ist so ein Beispiel.

2020 war für unsere Branche auf jeden Fall so „merkwürdig“, so außerordentlich, dass es für viele Handelsunternehmen und Lieferanten schlecht als zukünftiges Vergleichsjahr taugt. Zu spektakulär waren die Umsatzzuwächse und die Renditeentwicklung, als dass 2021 und die folgenden Jahre mit 2020 verglichen und gemessen werden sollten. Außerordentliche Umstände, die nur schwer kontrolliert und beeinflusst werden konnten, sorgten für ein rasantes Wachstum unserer Branche. Die meisten (aber nicht alle) Marktteilnehmer profitierten im vergangenen Jahr vom DIY-Boom in Deutschland.

Die Erwartungen nach dem Erfolgsjahr 2020 konnten für 2021 und für die kommenden Jahre nicht einfach fortgeschrieben werden. Dann hätte man ja fast auf eine Perpetuierung der Krise setzten müssen und das tut hoffentlich keiner wirklich. Gut: Auch dieses Jahr wird kein „normales“ Jahr werden. Zahlreiche gesetzliche Maßnahmen, Einschränkungen und Verordnungen setzen der Wirtschaft immer noch zu. Und dennoch zeichnet sich am Horizont ein Hoffnungsstreifen ab, dass Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wieder auf normale Gleise gesetzt werden können.

In Zukunft wird man sich wohl eher auf das Jahr 2019 beziehen, dem Jahr vor dem „merkwürdigen 2020“, wenn es zukünftig darum geht, Unternehmenserfolge zu bewerten. Und vielleicht wird sich ein Statistiker in X Jahren verwundert die Augen reiben, wenn er die Zahlen von 2020 sieht, und sich fragen, was da bloß los war.

Herzlichst Ihr

Dr. Joachim Bengelsdorf

P. S.:

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