„Alles schlimm? Finde ich gar nicht.“ Es war schon ein bisschen provokativ, wie Dirk Mende, Geschäftsführer von NBB Bau- und Heimwerkermärkte, das jüngste Treffen der Bauspezi-Partner eröffnet hat. Das Treffen fand Ende Februar statt, da gab es aus der wirtschaftlichen Großwetterlage wie auch aus dem Segment DIY keine allzu freudenreichen Nachrichten.
Trotzdem bestand Mende auf einen positiven Rück- und Ausblick. Seine Begründung: Wir sind Mittelstand, wir schauen langfristig.“ Mende ist sicher: „Es wird besser“ und meint damit erst einmal die Bauspezi-Gruppe. Das belegen auch die Zaheln: Der flächenbereinigte zentralregulierte Einkaufsumsatz ist 2025 um 2 Prozent gestiegen. „Ein gutes, stabiles Geschäftsmodell“, bilanzierte Mende. „Wir haben ein Plus erwirtschaftet.“ Entsprechend selbstbewusst hat die NBB-Zentrale das Partnertreffen genannt: Bauspezi-Powerdays.
Dass die Kunden immer preissensibler werden, wie Mende mit Ergebnissen aus der Baumarktstudie von Anxo und diy-Fachmagazin untermauerte, sieht Mende auch als Möglichkeit für die Bauspezi-Märkte, sich den Zielgruppen gegenüber zu profilieren. „Wir haben die Nähe, wir haben die Kompetenz, verlässlich sind wir auch – wir sind Nahversorger“, sagte er. Diese Erfolgsfaktoren wolle die Gruppe ausbauen.
In einem „Power Update“ zur vor zwei Jahren verabschiedeten Strategie 2030 ging Mende auf einige weitere Punkte ein. So soll die Eigenmarkenrange – laut Mende ein „Ertragsfaktor“ – ausgebaut werden. Außerdem legte er den Partnern nahe, Kunden durch gezielte Events mit Unterstützung der Zentrale in die Märkte zu holen, und stellte die Tools vor, die die Zentrale für die Mitarbeitergewinnung ausgearbeitet hat.
NBB-Prokurist Thomas Herzner ging in seinem Vortrag auf das Thema Prozesse ein: „Kosten sparen, Rentabilität erhöhen – da gehören Prozesse dazu“, betonte er und warb eindringlich dafür, sich mit EDI zu beschäftigen.
Weitergekommen ist die Gruppe auch in Sachen Schulungen: Um den Aufwand für die Betriebe, die Mitarbeiter in Lieferantenworkshops schulen lassen wollen, gering zu halten, gibt es nun zwei regional gebündelte Schulungen. So wird man es auch mit Marktleiterseminaren halten: Es gibt je eine Veranstaltung im Süden und im Norden.
Als ein neues Pilotprojekt stellte Herzner einen Verkaufsautomaten vor – „unser neuester und kleinster Markt“. Er steht in Undenheim, einer 3.000-Seelen-Gemeinde 20 km südlich von Mainz. In den kommenden Monaten wird man nun testen, welche Sortimente die Kunden an so einem…












