„Unser Erfolgsrezept ist die intelligente Verknüpfung der digitalen mit der physischen Welt“, sagt Johannes Wechsler.
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Bauhaus | Langfassung

Kein Wunder

Ein Online-Marktplatz ist nicht die wundersame Vermehrung des Sortiments, sondern dessen gezielte Erweiterung, so die Theorie. Und die Praxis? Diy hat bei Bauhaus und dem Dienstleister Mirakl nachgefragt.
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Bauhaus hat im August 2025 seinen Online-Marktplatz eröffnet und will sein Sortiment dadurch bis zum Jahresende um eine sechsstellige Produktanzahl erweitern. Der deutsche DIY-Marktführer setzt dabei auf die Technologie des französischen Start-ups Mirakl. Georg Sobczak, Regional Vice President DACH & EE & NL bei Mirakl, und Johannes Wechsler, Senior Vice President E-Commerce und Digital bei Bauhaus, erläutern das gemeinsame Vorgehen.

 

Warum ist es überhaupt eine gute Idee, einen Online-Marktplatz zu eröffnen? Man gibt seine Marke her, hat aber nicht alles unter Kontrolle, und man überfordert den Kunden auch noch mit noch mehr Auswahl.

Georg Sobczak: Lassen Sie mich die Quintessenz wie folgt zusammenfassen: Am Ende geht es immer darum, Kunden wirklich gut zu bedienen, also ihnen alles anzubieten, was sie gerade brauchen, wann und wo auch immer. Ein Marktplatzmodell hilft dabei enorm: Es macht das eigene Angebot breiter und sorgt letztlich dafür, dass man zur ersten Adresse wird, wenn es ums Einkaufen geht. Der Shop profitiert dabei nicht nur von zusätzlichen Verkaufsprovisionen, sondern vor allem von der Stärkung seiner Marke, weil er in der Lage ist, neue Bedürfnisse zu erfüllen. Dazu hat der Marktplatz-Betreiber jederzeit die volle Kontrolle darüber, mit welchen Partnern er zusammenarbeitet und welche Produkte im Shop angeboten werden. Selbstverständlich schaut er auch ganz genau und meistens automatisiert auf die Qualität und den Service der Partner, zum Beispiel bei der Einhaltung von Lieferzeiten. Bei Problemen kann er schnell einschreiten. Außerdem trägt der Betreiber kein Risiko, da er das Inventar nicht selbst besitzt.

Wird der Händler zur zentralen Anlaufstelle für ein bestimmtes Segment, schlägt sich das auch direkt im Umsatz nieder. Kommt ein Kunde zum Beispiel ursprünglich wegen eines Produkts eines Drittanbieters auf den Marktplatz, kauft er oft zusätzlich noch Produkte des Händlers selbst.

Zusammengefasst heißt das: Ein Online-Marktplatz ermöglicht es, das Angebot flexibel zu erweitern, neue Zielgruppen zu erreichen und Kunden ein bequemes Einkaufserlebnis mit großer Auswahl zu bieten.

 

Mirakl arbeitet weltweit. Wenn man sich speziell den Onlinehandel in der DIY-Branche anschaut: Welche unterschiedlichen Herangehensweisen gibt es in unterschiedlichen Ländern?

Grundsätzlich sehen wir, dass immer mehr Baumärkte weltweit auf Marktplatz-Modelle setzen. Denn gerade in dieser Industrie ist ein sehr umfangreiches Warenangebot entscheidend, was sich…

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