Der intelligente Einkaufswagen Fast-Laner von Wanzl ist mit einem Handscanner, einem Screen und einer Kamera zur Warenkorbüberwachung ausgestattet. 
Der intelligente Einkaufswagen Fast-Laner von Wanzl ist mit einem Handscanner, einem Screen und einer Kamera zur Warenkorbüberwachung ausgestattet. 
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V-Markt

Zwei Intelligenztests

Wie kauft sich’s smarter ein? Die bayerische Handelskette V-Markt lässt in einem Pilotversuch zwei Self-Checkout-Technologien gegeneinander antreten. 
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Smart einkaufen, das hat für Kundinnen und Kunden wie für den Händler seinen Reiz: Der Kunde spart Zeit, indem er schon beim Einkaufen alle Artikel im Einkaufswagen erfasst und an der Kasse nur noch bezahlen muss, ohne noch einmal alles aufs Band zu legen; gerade bei sperrigen Baumarktprodukten ist das ein Vorteil. Und der Händler entlastet seine Prozesse an der Kasse und spart dort Personal, das anderswo besser eingesetzt werden kann.

Bleibt noch die Frage: Mit welchem System funktioniert es nicht nur am besten, sondern sind die Kunden auch am meisten zufrieden?

Die bayerische Handelskette V-Markt sucht dazu ganz praktisch die Antwort: Sie bietet an einem ihrer Standorte den Kunden, die das wollen, zwei verschiedene Technologien an. Anfang Februar hat sie einen dreimonatigen Test von zwei Systemen gestartet, mit denen Kunden ihre Einkäufe selbst scannen. Der Pilotversuch findet am Standort Euro-Industriepark München statt, an dem der Betreiber, die Georg Jos. Kaes GmbH, einen Kombistandort mit einem SB-Warenhaus der Marke V-Markt und einen Baumarkt der Marke V-Baumarkt unter einem Dach betreibt.

„Der Kundenvorteil steht  im Vordergrund“: Christoph Hermann, Mitglied der  Geschäftsleitung von Kaes. 
„Der Kundenvorteil steht  im Vordergrund“: Christoph Hermann, Mitglied der  Geschäftsleitung von Kaes.  (Quelle: Dähne Verlag, Strnad)

„Das Besondere ist, dass wir beides nebeneinander testen können“, sagte Christoph Hermann, Mitglied der Geschäftsleitung von Kaes. Ziel des Projekts: „Wir möchten unseren Kunden die Möglichkeit geben, dass sie kürzere Wartezeiten beim Kassieren haben.“ Der Kundenvorteil und die Zeitersparnis stünden im Vordergrund.

Getestet werden der intelligente Einkaufswagen Fast-Laner von Wanzl und ein Handscanner von Zebra. Das Frontend der mobilen Geräte stammt von Shopreme. Der Kassensoftwareanbieter DRS steuert sieben Self-Checkout-Kassen bei. Dafür wurden vier der vorher 25 Bedien­kassen mit Band abgebaut.

Im Pilotmarkt – es ist mit 17.000 m² Verkaufsfläche einer der größten der Gruppe – stehen 16 Fast-Laner-Wagen zur Verfügung. Sie kommen zum ersten Mal im Livebetrieb zum Einsatz. Die Einkaufswagen sind mit einem Handscanner ausgestattet, mit dem die Kunden den Barcode auf der Verpackung scannen. Ein fest installierter Screen informiert sie über die gescannten Artikel und die Preise. Perspektivisch kann auf dem Screen natürlich mehr passieren – von Retail Media über Hinweise auf Zubehör bis zu Kurzanleitungen.

Außerdem verfügt der Wagen über eine Kamera, die KI-gestützt erkennt, wenn Ware ohne Scanvorgang hineingelegt wurde. Trotz dieser Kamera…

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