Inventuren binden erhebliche Personalressourcen. Viele Händler setzen deshalb auf flexible Unterstützung durch spezialisierte Dienstleister.   
Inventuren binden erhebliche Personalressourcen. Viele Händler setzen deshalb auf flexible Unterstützung durch spezialisierte Dienstleister.   
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OMS Retail

Die Genauigkeit entscheidet

In einem Markt, der sich neu ordnet und um jeden Margenpunkt ringt, verschiebt sich der Fokus von der Verkaufsfläche auf die Details des Bestands. Ausgerechnet dort fehlt dem Handel jedoch das Personal. 
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Aktuell wächst der europäische DIY-Handel nicht mehr aus eigener Kraft. Die Zahlen lassen keinen Spielraum für Beschönigungen: So verloren Italiens Baumärkte im Jahr 2025 rund 3,5 Prozent Umsatz und blieben auch im ersten Quartal 2026 hinter dem Vorjahr zurück. Österreich meldete für das dritte Quartal 2025 ein Minus von 2,1 Prozent, und auch die deutschen Baumärkte lagen zu Jahresbeginn 2026 leicht unter den Vorjahreswerten. Der pandemiebedingte Heimwerker-Boom ist verpufft und die schwache Baukonjunktur – in Deutschland wurden 2025 nur rund 206.600 Wohnungen fertiggestellt – dämpft die Nachfrage nach klassischen DIY-Sortimenten.

Die Konsolidierung an der Spitze zeigt, wie ernst die Lage ist: Mit Hellweg und den Baywa Bau- und Gartenmärkten haben gleich zwei traditionsreiche Ketten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Insgesamt sind mehr als 4.000 Beschäftigte und über 100 Standorte betroffen. Die Unternehmen nennen anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Einkaufs-, Energie- und Mietkosten sowie die schwache Baukonjunktur als Ursachen.

Die Botschaft für die gesamte Branche lautet: In einem Markt, der nicht mehr wächst, wird das Ergebnis nicht durch mehr Umsatz, sondern durch weniger Verlust erzielt. Genau dorthin lohnt der Blick.

In einem Markt, der aktuell nicht wirklich wächst, entsteht Ergebnis nicht durch mehr Umsatz, sondern durch weniger Verlust.
Achim Höfer, CEO, OMS Retail GmbH

Die Marge liegt im Bestand

Solange die Umsätze sprudelten, kaschierte das Wachstum manche Ungenauigkeit. In einem flachen Markt wird jedoch jede davon teuer. Schwund, der nicht auffällt. Fehlbestände führen zu Out-of-Stock und damit zu verpasstem Umsatz. Überbestände binden Kapital und müssen am Saisonende abgeschrieben werden. Disposition, die auf falschen Zahlen aufsetzt.

Der Omnichannel-Anspruch verschärft dieses Problem. Click & Collect, Marktplatz-Anbindung und Reservierungen funktionieren nur mit bestandsgenauen Daten in Echtzeit, da sonst Stornos und Vertrauensverlust drohen – gerade an der wichtigsten Stelle, der Abholung. Die Inventur ist somit keine lästige Pflichtübung für den Jahresabschluss mehr, sondern eine Frage der Steuerungsfähigkeit. Wer seinen Bestand nicht genau kennt, verschenkt im Verdrängungsmarkt genau die Punkte, die über schwarze oder rote Zahlen entscheiden.

Nach Beobachtungen der OMS Retail GmbH steigt die Nachfrage nach Inventurdienstleistungen deutlich. 
Nach Beobachtungen der OMS Retail GmbH steigt die Nachfrage nach Inventurdienstleistungen deutlich.  (Quelle: OMS Retail)

Präzision braucht Hände  

Achim Höfer
(Quelle: OMS Retail )

Achim

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