Risikoabsicherung wird immer wichtiger, die Eurobaustoff-Gesellschafter reagieren und beschließen einstimmig, den Risikofonds aufzustocken.
Risikoabsicherung wird immer wichtiger, die Eurobaustoff-Gesellschafter reagieren und beschließen einstimmig, den Risikofonds aufzustocken.
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Eurobaustoff

Wechselbad der Gefühle

Die Diskussionen auf der Gesellschafterversammlung der ­Eurobaustoff haben das herausfordernde (bau)wirtschaftliche Umfeld widergespiegelt, die Zahlen nur zum Teil: Man liegt über Plan. 
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Er sei mit gemischten Gefühlen nach Wiesbaden gefahren – die Worte, mit denen Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff-Geschäftsführung, seinen Vortrag auf der Gesellschafterversammlung Mitte Juni einleitete, ließen aufhorchen. Schließlich sind diese Großveranstaltungen der Kooperationen auch dazu da, Zuversicht in den eigenen Reihen zu verbreiten und den Gesellschaftern zu vermitteln: Wir machen das schon richtig.

Dass er das Get-together am Vorabend aber so herzlich und so voller Lebensfreude empfunden habe, hat den Mann an der Spitze der größten deutschen Baustoffhandelskooperation dann doch positiv gestimmt. Das aktuell schwierige Umfeld, in dem das Unternehmen sich bewegt, hat sich in den Themen und Redebeiträgen dieser Gesellschafterversammlung dennoch niedergeschlagen.

Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung, warb eindringlich dafür, die professionellen Leistungen der Zentrale in Anspruch zu nehmen.
Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung, warb eindringlich dafür, die professionellen Leistungen der Zentrale in Anspruch zu nehmen. (Quelle: Eurobaustoff)

Dabei sahen die Zahlen im laufenden Jahr bislang gar nicht so schlecht aus. Die Eurobaustoff hat ihr Einkaufsvolumen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,16 Prozent gesteigert. Damit liegt sie Unternehmensangaben zufolge weiterhin über Plan. Auch in Österreich und der Schweiz haben sich die Zahlen in den ersten fünf Monaten positiv entwickelt. Aktuell gehören ihr 435 Gesellschafter mit 1.707 Standorten an. Im Jahr 2025 hat die Kooperation ein Einkaufsvolumen von 7,6 Mrd. Euro und damit ein Plus von 1,8 Prozent erzielt.

Aber die nach wie vor negative Baukonjunktur hat die Reden auf der Veranstaltung eindeutig geprägt. Der Blick auf die Politik bleibt sehr kritisch. „Aus Sicht des Mittelstands und des Baus ist auch diese Regierung eine große Enttäuschung“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Boy Meesenburg.

Katharina Metzger, Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und Gesellschafterin der Eurobaustoff, berichtete von enttäuschenden Gesprächen mit der Politik – es sei „eine spaßbefreite Aufgabe, ständig den Finger in die Wunde zu legen“. Dass das von Bundesbauministerin Verena Hubertz ausgegebene Ziel, jährlich 225.000 Wohneinheiten zu bauen, mit 206.600 Einheiten verfehlt wurde, habe man kommen sehen. Das Ministerium stehe für fehlende Kompetenz einzelner Personen, beklagte Metzer. „Wir werden nicht müde, diese Schlechtleistung anzuprangern.“

Allerdings mahnte sie den Baustoffhandel, sich auch an die eigene Nase zu fassen. Konkret prangerte sie einen…

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