Was zunächst etwas reißerisch klingt, beinhaltet aber doch eine wichtige Information: Mit der Überschrift „Millionen Deutsche haben im vergangenen Jahr nicht gebadet“ wies My Hammer Anfang des Jahres auf eine Studie hin, die die Plattform zur Vermittlung von Handwerkern in Auftrag gegeben hat. Demnach haben 23 Prozent der Deutschen ihre Badewanne seit einem Jahr oder länger nicht benutzt. Von dieser Entwicklung hatte die Unternehmensberatung Titze bereits vor gut einem Jahr berichtet (diy-Ausgabe 5/2025: Die Wanne geht baden). Regional zeigen sich Unterschiede: In Rheinland-Pfalz wird besonders selten gebadet. Dort geben 38 Prozent an, ihre Badewanne seit über einem Jahr nicht mehr genutzt zu haben. Als einen möglichen Grund identifizieren die Experten das gestiegene Kostenbewusstsein – 71 Prozent der Befragten achten bewusst auf ihren Wasserverbrauch.
Gleichzeitig zeigt die My Hammer-Umfrage, dass 30 Prozent der Deutschen mit ihrem Badezimmer unzufrieden sind und sich eine Renovierung wünschen. Am größten ist der Veränderungsdrang bei den 18- bis 34-Jährigen: 35 Prozent wollen gern ihr Bad umbauen.
Einen hohen Sanierungsbedarf in deutschen Bädern hat Ende 2025 auch eine Online-Befragung im Auftrag von Hornbach ergeben – hier geht es allerdings um altersgerechte Lösungen. 49 Prozent der Befragten legen für die Zukunft Wert darauf. Auch befragt nach ihrem „Traumbadezimmer“, nennen 28 Prozent ein altersgerechtes Bad – mit großem Abstand zu rein optischen oder energetischen Aspekten.
Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach einem altersgerechten Bad bei den über 65-Jährigen (63 Prozent) und den 50- bis 64-Jährigen (59 Prozent). Doch gerade diese Altersgruppen haben den größten Sanierungsstau: Bei 24 Prozent der 50- bis 64-Jährigen wurde zuletzt vor mehr als 20 Jahren renoviert. Auch bei 18 Prozent der über 65-Jährigen ist das mindestens so lange her.
Von denjenigen, die in den kommenden 24 Monaten konkret eine Badrenovierung planen, nennen 30 Prozent die altersgerechte Gestaltung als wichtigen Grund. Vor allem über 65-Jährige (45 Prozent), Geschiedene (43 Prozent) und Alleinstehende (20 Prozent) sehen Handlungsbedarf.
Die Unternehmensberatung Titze GmbH hat sich zuletzt in einer Untersuchung dem Bereich Badmöbel, Spiegelschränke und Lichtspiegel gewidmet und kommt zu dem Schluss: Weniger die Möbelfronten bestimmen heute die Auswahl der Endkunden beim Kauf eines neuen Badmöbels. Heute ist im Bad der funktionelle Spiegelschrank, der emotionale Lichtspiegel und das…












