Zu guter Letzt

Immer auf der Suche nach dem Sensationellsten aus der Wunder­welt der Baumärkte ist die Zu-guter-Letzt-Redaktion auf eine Meldung des Portals digitaldaily.de gestoßen, die ungefähr so geht: Eine 85-Jährige geht in einem Baumarkt einkaufen, verliert auf der Toilette das Bewusstsein, wacht erst nachts wieder auf, die Polizei befreit sie. So weit, so kurios. Dann aber stößt der diensthabende Zu-guter-Letzt-Redakteur auf diesen Abspann: „Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (Claude von Anthropic) erstellt. Die Daten stammen aus zuverlässigen Quellen, der Text wurde maschinell generiert und redaktionell geprüft.“ Und er fragt sich: Wozu um Himmels Willen braucht man die KI für so einen Text, wenn die nicht ordentlich was reinhalluziniert? Etwa, dass die Frau den Notruf aufgeschoben hat, bis sie ihre Einkaufstour per Taschenlampe beendet und sich in der Sanitärabteilung noch über die altersgerechte Badsanierung informiert hat? Dass sie, nachdem die herbeigerufenen Wachtmeister nicht kassieren wollten, sich bei ihnen über tote Self-Scanning-Kassen beschwert hat, die Freunde und Helfer aber wenigstens in ein Beratungsgespräch über smarte Sicherheitstechnik verwickeln wollte? Nichts davon in der KI-Meldung. Alles muss man selber machen.

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