Wer regelmäßig die deutsche Wirtschaftspresse liest, der kann im allgemeinen Tenor oft schnell zum Schluss gelangen, dass Deutschland ein abgehängtes Land ist. Überholt von anderen, aus irgendwelchen Gründen. Auch die Baumarktbranche schien hier zuletzt ein Beispiel zu sein. Die Umsätze der Top 20 Betreiber sind in Deutschland 2025 mit minus 1,3 Prozent das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Zusammengerechnet ging es seit dem Höhepunkt 2022 sogar um rund 1,8 Mrd. Euro oder 7,0 Prozent nach unten.
Zwar werden die schlechten Zeiten dadurch nicht besser, doch es kann hilfreich sein, diese einmal im internationalen Vergleich zu sehen. Auch hier ist der Home-Improvement-Markt 2025 das dritte Jahr in Folge geschrumpft. Konkret verringerten sich die Umsätze der untersuchten Unternehmen in Summe um minus 2,1 Prozent auf 645,5 Mrd. Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Ausgabe des Home Improvement Report Retail Worldwide, die für dieses Ergebnis Daten von 623 Händlern und Statistikämtern weltweit ausgewertet hat. Im Vorjahr 2024 waren die Umsätze bereits um 1,9 Prozent und im Jahr 2023 um 5,0 Prozent zurückgegangen.
„Ein wesentlicher Faktor des jüngsten weltweiten Rückgangs war wie im Vorjahr der stark schrumpfende Markt in China“, erklärt Michael Greiner, Redakteur im Dähne Verlag und Autor der neuen Marktstudie. „Auch wenn dies europäische und nordamerikanische Hersteller und Händler weniger stark belastet, steht die Entwicklung im Reich der Mitte doch exemplarisch für den gedämpften weltweiten Trend im vergangenen Jahr.“ Auch ohne China gerechnet, wäre der weltweite Markt auf Euro-Basis 2025 um 0,6 Prozent geschrumpft, so der Experte.















