Der neue „Volksmähroboter“ arbeitet mit einer Technologie, die RTK und Vision-KI kombiniert.   
Der neue „Volksmähroboter“ arbeitet mit einer Technologie, die RTK und Vision-KI kombiniert.   

Positec

Rasenmähen am Wendepunkt

Thomas Sump, Geschäftsführer von Positec Deutschland, gibt einen Ausblick auf das Jahr 2027 und erklärt, warum der DIY-Markt Innovationen und verlässliche Partnerschaften braucht.   

Moderne Mähroboter sind praktisch, zuverlässig und beliebt wie nie. Im DIY-Markt geht der Trend im Bereich Garten klar hin zur Rasenrobotik. Dieses Jahr hat die Marke Worx in der Saison gut 35 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum generiert und behauptet sich damit laut einem GfK-Panel auch im Vergleich zur Umsatzsteigerung des Gesamtmarkts.  

Seit Jahren zeichnet sich ab, wie sehr das Interesse an Rasenrobotern wächst: Bereits 2025 überstieg deren Umsatz erstmals den klassischer Schubrasenmäher, elektrisch und Benzin zusammengerechnet. Für 2026 ist damit zu rechnen, dass zum ersten Mal auch die Anzahl der verkauften Mähroboter größer sein wird als die klassischer Rasenmäher. Das ist ein Wendepunkt und macht das weitere Wachstumspotenzial in diesem Markt deutlich – trotz der Heraus­forderungen, mit denen Hersteller zu kämpfen haben.

Das gesteigerte Interesse an Mährobotern macht sich bei Worx in hohen Absatzzahlen bemerkbar.   
Das gesteigerte Interesse an Mährobotern macht sich bei Worx in hohen Absatzzahlen bemerkbar.    (Quelle: Positec)

Internationale Konkurrenz

Externe Belastungen wie ein EU-Antidumping-Verfahren gegen chinesische Roboterhersteller, Lieferengpässe und Preissteigerungen bei KI-Chips haben vor allem das erste Halbjahr geprägt. Gleichzeitig konnten einige chinesische Wettbewerber ihre Marktanteile ausbauen, auch weil sie massiv in Marketing über Social Media investiert haben. Im Vergleich mit etablierten Marken mangelt es vielen von ihnen jedoch an operativen Strukturen, einem zuverlässigen Außendienst sowie funktionierenden After-Sales-Strukturen.  

Dass Worx trotz der heraus­fordernden Marktsituation überdurchschnittlich gewachsen ist, hat Gründe: Die Marke hat ihre Supply Chain in kurzer Zeit enorm ausgebaut und bietet mit einer Kombination aus RTK und Vision-KI eine der fortschrittlichsten Technologien auf dem Markt. Der Landroid Vision Cloud etwa, der mit der „Volksmähroboter“-Kampagne über verschiedene Kanäle beworben wurde, kartiert automatisch und erkennt sowohl statische als auch dynamische Hindernisse.  

Der DIY-Handel verändert sich  

Neben den Mährobotern baut Worx auch seinen Bereich ­Powertools mit dem markeneigenen Akku-Sortiment Powershare weiter aus. Da sich der Markt im Bereich Powertools zunehmend in Richtung Onlinehandel und Discounter verschiebt, leidet auch der Baumarkt-Absatz für Powertools. Dadurch verdünnt sich das mittlere Preissegment, in dem auch Worx zu Hause ist. Bei Positec nimmt man das sehr ernst und arbeitet an Lösungen, um den stationären DIY-Handel zu stärken. Denn: Worx steht zum klassischen DIY-Kanal und die Baumärkte bleiben wichtige strategische Partner.

Es ist bereits abzusehen, dass sich der Markt im nächsten Jahr weiter polarisieren wird: auf der einen Seite Premiummarken, auf der anderen Seite Discounter-Eigenmarken mit reichweitenstarken Werbeaktivitäten. Wer in der Mitte steht, muss seinen Platz in beide Richtungen verteidigen. Deshalb will Worx hohe Qualität zu niedrigen Preisen bieten, bei gleichzeitig guter Marge für den Handel. Die Marke arbeitet an Angeboten für die DIY-Partner, mit denen sie sich gegenüber dem Discount-Handel behaupten können, und die dem Markenkern von Worx treu bleiben.

Die Marke baut ihr Powershare-Akku-Sortiment im Bereich Powertools weiter aus. 
Die Marke baut ihr Powershare-Akku-Sortiment im Bereich Powertools weiter aus.  (Quelle: Positec)

Ausblick auf das Jahr 2027: Was jetzt zählt

Es ist offensichtlich, dass der Markt für Powertools weiter unter Druck durch Discounter stehen wird. Das wird von allen in der Branche neue Strategien erfordern.  

Es ist davon auszugehen, dass der Rasenrobotermarkt weiter wachsen wird. Bemessen an der Gesamtanzahl der deutschen Haushalte mit Gärten gibt es hier noch ein großes Potenzial. Bei Worx ist man zuversichtlich, seine Position in diesem Segment behalten und sogar ausbauen zu können. Die bereits bekannten Wettbewerber werden den Markt unter sich aufteilen; für neue Wettbewerber kommt der Eintritt in den Markt zu spät, um sich gegen die etablierten Marken durchzusetzen.  

Mit zwei Schwerpunkten ins neue Jahr

Die Marke Worx ist und bleibt von Technologie getrieben und geht mit zwei Schwerpunkten in das neue Geschäftsjahr. Erstens: die nächste Generation der Gartenrobotisierung. Der Mähroboter ist für Worx nur der Anfang. Gartenhelfer können neben dem Mähen weitere Aufgaben übernehmen – Trimmen, Bewässern, Vertikutieren, Belüften. Der erste Launch ist für das kommende Frühjahr geplant.

Thomas Sump
(Quelle: Positec)

Thomas Sump

ist CEO DACH der international tätigen Positec-Gruppe, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von akkubetriebenen Rasen-, Garten- und Elektrowerkzeugen mit den Marken Kress und Worx spezialisiert hat. Zuvor sammelte er sowohl im In- als auch im Ausland wertvolle Erfahrungen in Führungsebenen von Handels- und Industrieunternehmen.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf Powershare. Das Akkusystem von Worx verbindet Leistung, Lebensdauer und Flexibilität miteinander. Der Akku reguliert die Temperatur im Inneren, bleibt dadurch länger leistungsfähig und stellt genau die Leistung bereit, die für das jeweilige Gerät benötigt wird.  

In der Vergangenheit wurden diese Vorteile zu wenig in den Vordergrund gestellt. Das soll sich ändern: Positec will den Fokus auf Powershare setzen und dafür einiges investieren. Am wichtigsten ist es dabei, die Distribution weiter auszubauen, beispielsweise durch Sortimentsübernahmen. Im Frühjahr und Herbst 2027 wird das Akkusystem zusätzlich mit nationalen Kampagnen beworben.

Positec hat das Jahr 2026 gezielt genutzt, um mehr Sichtbarkeit für die Marke Worx im deutschen Markt zu erreichen: mit mehr Marketing, verschiedenen Kooperationen und intensiver Branchenarbeit. Technologieführerschaft allein reicht nicht aus. Wer im Markt bestehen will, braucht auch die Strukturen, die Handelsnähe und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln – immer mit dem Fokus auf den Kundennutzen. Diesen Weg wird Worx im kommenden Jahr weiterverfolgen.  

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