Geld verschenkt

09.02.2009
Im Filialhandel beträgt die Summe der Nichthandelsware ein Sechstel des Umsatzes

Bei der Suche nach Mitteln gegen die Rezession drehen Unternehmen oft zunächst an der Kostenschraube, um rasch ihr Ergebnis zu verbessern, so die Einkaufsberatung Inverto. Personalabbau oder Sortimentsanpassung zählten zu den Standardrezepten mit häufig negativen Begleiterscheinungen in Handelsunternehmen. Entscheider im Handel hätten jedoch einen Bereich kaum im Blick, der gerade in ihrer Branche ein großer Kostenblock sei: Der indirekte Einkauf umfasse im Durchschnitt rund ein Sechstel des Umsatzes im filialisierten Handel; bei Discountern liege der Anteil niedriger. Häufig handele es sich um komplexe und somit auch teure Waren und Dienstleistungen, deren Einkaufsvolumen durch die Menge von Filialen nochmals wachse. Dazu gehörten z. B. Ladenbau, IT, Marketing oder Facility Management. Indirekter Einkauf – auch bekannt als Nichthandelsware oder technischer Einkauf - biete durchschnittlich etwa zwölf Prozent Einsparmöglichkeiten. Dies ermittelten die Branchenexperten von Inverto in einer aktuellen Querschnittstudie bei 16 führenden filialisierten Handelsunternehmen, die durch Expertengespräche und Benchmark-Daten ergänzt wurde. „Ihre Handelsware würden die Unternehmen so nie einkaufen“, so Kiran Mazumdar, Partner von Inverto.
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