Die Freizeit wird passiver

02.09.2011
Der Freizeit Monitor 2011 zeigt: Im Garten wurde 2010 deutlich weniger gearbeitet als noch drei Jahre zuvor

Nach Ergebnissen des Freizeit Monitor 2011 der Stiftung für Zukunftsfragen legten 2010 zwölf Prozent weniger Frauen und Männer regelmäßig Hand im Garten an als drei Jahre zuvor. Demnach verbringt nur noch jeder Vierte seine Freizeit mindestens einmal pro Woche aktiv im Garten. Ebenfalls rückläufig: Radfahren, Briefe schreiben und Spazierengehen. „Die meisten Freizeitaktivitäten sind Passivitäten“, so der wissenschaftliche Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen, Ulrich Reinhardt, bei der Vorstellung der Untersuchung in Berlin. Groß bleiben auch die Unterschiede bei der Freizeitgestaltung zwischen den Geschlechtern. Frauen gehen u. a. fast doppelt so oft in den Gottesdienst, lesen Bücher oder schreiben Briefe. Und auch erwartete Klischees lassen sich mit Zahlen belegen: Frauen nehmen sich mehr Zeit, um sich in Ruhe zu pflegen, unternehmen öfter einen Einkaufsbummel und verbringen mehr Zeit am Telefon. Männer widmen sich dagegen deutlich häufiger dem Heimwerken, gehen in die Kneipe oder zum Stammtisch und schauen bei Sportveranstaltungen zu.
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