Branchenumsätze

Die Branche zeigt sich zufrieden

Erich HuwerBildunterschrift anzeigen
"Das aktuelle Ergebnis liegt im Rahmen der von uns zu Jahresbeginn erwarteten Marktentwicklung", kommentiert BHB-Vorstandssprecher Erich Huwer die Branchenentwicklung 2014.
25.11.2014

Die Baumärkte in Deutschland können sich mit dem Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres 2014 zufrieden zeigen. Zum Ende des 3. Quartals 2014 musste die Branche mit einem Gesamtbruttoumsatz von 13,53 Mrd. € zwar ein Umsatzminus von 5,8 Prozent im Vergleich zu 2013 verzeichnen. Die rückläufige Entwicklung ist dabei entscheidend dem Marktaustritt der Praktiker-Max Bahr-Gruppe geschuldet.
Auf bereinigter Verkaufsfläche zeigt sich ein deutlich anderes Bild: Hier konnte die Branche ein Umsatzplus von 6,4 Prozent erzielen. Auch der Vorjahresvergleich der Gesamtentwicklung der Unternehmen ohne die Praktiker-Gruppe zeigt mit einem Umsatzplus von 9,8 Prozent ein nahezu zweistelliges Wachstum.
Die aktuellen Marktzahlen gab der BHB heute basierend auf dem Total Store Reporting der GfK (Nürnberg) bekannt. "Das aktuelle Ergebnis liegt im Rahmen der von uns zu Jahresbeginn erwarteten Marktentwicklung", kommentiert BHB-Vorstandssprecher Erich Huwer die Branchenentwicklung 2014 nach neun Monaten. Die derzeitigen Rahmenbedingungen nach dem Marktaustritt der Baumarktgruppe Praktiker/Max Bahr ließen im Gesamtmarkt ein besseres Resultat nicht zu.
Die höchsten absoluten Umsätze im Zeitraum Januar bis September 2014 verzeichneten die deutschen Baumärkte mit Bauchemie/Baumaterial (1,30 Mrd. €), Sanitär-/Heizungswaren (1,14 Mrd. €), Anstrichmitteln/Malerzubehör (995,5 Mio. €), Gartenausstattung (966,2 Mio. €) und Elektro (849,2 Mio. €). Betrachtet man die Sortimentsentwicklungen 2014 im Vorjahresvergleich, zeigten sich in den ersten neun Monaten Verluste im Gesamtmarkt insbesondere bei den Pflanzen: Die Umsätze in der Warengruppe Lebend Grün gingen um 16,1 Prozent zurück. Auch bei den Freizeit- und Saisonwaren (minus 15,9 Prozent), im Bereich Technik/Büro/Unterhaltung (minus 13,8 Prozent) und den Sanitär- und Heizungswaren (minus 13,2 Prozent) verzeichnete der Baumarkthandel Umsatzrückgänge. Zuwächse konnten bei Automotive (3,3 Prozent) sowie bei den Gartenmöbeln (0,6 Prozent) und der Gartenausstattung (0,2 Prozent) erzielt werden.
Ein anderes Bild zeigt sich auf bereinigter Verkaufsfläche. Hier erzielte die Branche ein Umsatzplus von 6,4 Prozent. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Automotive (22,2 Prozent), Freizeit und Saisonware (12,5 Prozent) und die Gartensortimente - auch hier mit Ausnahme von Lebend Grün: So konnten die Warengruppen Gartenchemie/Erden/Saatgut (16,4 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerungsanlagen (12,3 Prozent) und Gartenausstattung (12,0 Prozent) jeweils zweistellige Zuwachsraten verzeichnen, wohingegen Lebend Grün auch bei bereinigter Betrachtung Einbußen von 1,7 Prozent hinnehmen musste.
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