Januar bis September

Parkettabsatz in Deutschland geht leicht zurück

„Die nominell eher geringe Umsatzsteigerung im dritten Quartal ist durchaus ein Erfolg", sagt der VDP-Vorsitzende Michael Schmidt.Bildunterschrift anzeigen
„Die nominell eher geringe Umsatzsteigerung im dritten Quartal ist durchaus ein Erfolg", sagt der VDP-Vorsitzende Michael Schmidt.
23.11.2015

Nach einem Anstieg um 1,8 Prozent auf 9,5 Mio. m² im Gesamtjahr 2014 zeigt der Parkettabsatz in Deutschland in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres eine leicht rückläufige Entwicklung. Der Absatz durch die Mitglieder des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (VDP) von Januar bis September ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 1,55 Prozent auf 7,082 Mio. m² gesunken.
In den einzelnen Segmenten stellt sich die Situation unterschiedlich dar. Das überwiegend im Wohnbau eingesetzte Mehrschichtparkett hat sich mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 5,8 Mio. m² besser entwickelt als das Massivparkett, bei dem sich der Absatz um 5,2 Prozent auf 1,2 Mio. m² verringert hat. Der Absatzrückgang betraf insbesondere Stabparkett (-3,4 Prozent), Mosaikparkett (-7,7 Prozent) und dreischichtiges Mehrschichtparkett (-12,5 Prozent), während der Absatz von zweischichtigem Mehrschichtparkett (+8,5 Prozent) sowie von zweischichtigen (+9,1 Prozent) und dreischichtigen Landhausdielen (+5,6 Prozent) zugelegt hat. Massivholzdielen lagen geringfügig über dem Vorjahreswert (+0,5 Prozent).

Preise steigen


Auch die amtlichen Zahlen zur Parkettproduktion in Deutschland sind weiterhin rückläufig, wobei die Preise leicht steigen. "Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die inländische Produktion im laufenden Jahr wesentlich deutlicher zurückgeht als die Einfuhren aus dem Ausland, was für eine vermehrte Produktionsverlagerung spricht", sagt der VDP-Vorsitzende Michael Schmid.
Auch die Auswertung der Quartalszahlen innerhalb des VDP lasse erkennen, dass die Menge der Handelsware steige, während die Eigenproduktion in sehr ähnlichem Ausmaß sinke und gleichzeitig der Umsatz seit längerem um die Nullmarke pendele. "Die nominell eher geringe Umsatzsteigerung im dritten Quartal ist jedoch durchaus ein Erfolg, da die Steigerungsrate auf einem starken Vorjahresquartal aufsetzt. Sollte im vierten Quartal der ungefähr gleiche Umsatz wie im Vorjahr erreicht werden, dürfte das Gesamtjahr 2015 bei 'Plus-minus-null' liegen", so Schmid. 
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