GfK-Prognose

Die Kaufkraft der Deutschen steigt 2016 um 430 €

Die Stadt- und Landkreise mit der höchsten Kaufkraft laut GfK.
Die Stadt- und Landkreise mit der höchsten Kaufkraft laut GfK.
14.12.2015

Die Deutschen werden 2016 im Schnitt nominal rund 430 € pro Kopf mehr für ihre Ausgaben zur Verfügung haben als in diesem Jahr. Damit steigt die Kaufkraft laut der Studie "GfK Kaufkraft Deutschland 2016" um zwei Prozent.
Die Markforscher prognostizieren für das kommende Jahr eine Kaufkraftsumme von 1.776,5 Mrd. € für Gesamtdeutschland. Bezogen auf die rund 81 Millionen Einwohner ergibt sich ein Betrag von 21.879 € pro Kopf, den die Deutschen im Jahr 2016 für Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten zur Verfügung haben.
Die Inflationsrate wird im nächsten Jahr laut Prognose der EU-Kommission bei 1,0 Prozent liegen. Somit ist ein realer Kaufkraftzuwachs von ebenfalls 1,0 Prozent zu erwarten. Unter Kaufkraft versteht man das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld.
Die Rangfolge der Top Ten der Stadt- und Landkreise ist die gleiche wie im Vorjahr. Der Landkreis Starnberg ist wie in den Vorjahren der Kreis mit der höchsten Kaufkraft pro Kopf - mit rechnerisch 31.850 € pro Kopf steht den Starnbergern rund 46 Prozent mehr als dem Bundesdurchschnitt zur Verfügung. Der Hochtaunuskreis folgt mit einer durchschnittlichen Summe von 31.238 € pro Einwohner.

Ostdeutsche Länder holen auf


Insgesamt holen die ostdeutschen Bundesländer langsam, aber stetig in Bezug auf ihr Kaufkraftniveau auf, liegen aber noch immer deutlich zurück. Auch wenn der Vergleich der Indexwerte (Abweichung vom Durchschnitt) positive wie negative Entwicklungen aufweist, wächst die absolute Kaufkraft je Einwohner in allen Bundesländern: am stärksten in Sachsen (+2,8 Prozent) und am geringsten in Hamburg (+1,5 Prozent). Die Zuwächse der Kaufkraft liegen im Jahr 2016 demnach je nach Bundesland zwischen 360 und gut 500 €.
In den ostdeutschen Bundesländern holt die Kaufkraft auf, bleibt aber nach wie vor unter dem Niveau der alten Länder.
In den ostdeutschen Bundesländern holt die Kaufkraft auf, bleibt aber nach wie vor unter dem Niveau der alten Länder.
Unter den Stadtkreisen führt München das GfK-Ranking an.
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