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IFH Studie 2018: Online bleibt der Wachstumstreiber im Handel

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Ein Sonderareal Tendence Impulse gibt es auch in diesem Jahr wieder.
27.06.2018

Wo kaufen Konsumenten heute und künftig ein und wie kann der stationäre Fachhandel die Chancen der Digitalisierung nutzen? Eine von der IFH Köln im Auftrag der Messe Frankfurt durchgeführte Studie "Status Quo - Handel Deutschland" zeigt, dass Dynamik und Mobilisierung des Internets auch weiterhin Einkaufsprozesse und Kundenansprache stetig und ständig verändern werden. Die Studie ist jetzt im Vorfeld der Tendence veröffentlicht worden, die vom 30. Juni bis zum 3. Juli 2018 stattfindet.
Der Online-Handel ist 2017 um 11,5 Prozent auf einen Gesamtumsatz bei 58 Mrd. Euro gewachsen und hat damit einen Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz (595 Mrd. Euro) von 9,7 Prozent. War er bisher vorwiegend in Produktkategorien wie Kleidung, Bücher oder Elektro-Kleingeräte erfolgreich, wird er sich in den nächsten Jahren zunehmend auf weitere Branchen ausweiten. Dies wird in besonderem Maße den Fachhandel betreffen, der 2017 mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent zwar den größten Anteil ausmachte, aber anteilig verlieren wird, so die Prognose.
Deutlich wird dies vor allem bei Betrachtung des kleinen und mittleren Einzelhandels. Eine zunehmende Substitution durch größere Filialisten und Fachmärkte spiegeln Zahlen des Statistischen Bundesamtes wider. Waren es im Jahr 2000 noch 409.760 Einzelhandelsunternehmen, so zählte man im Jahr 2017 noch 298.657 Einzelhandelsunternehmen. Dies entspricht einem Rückgang von 27,1 Prozent. Der Umbruch vom kleinbetrieblichen Fachhandel hin zu Filialisten, Fachmärkten sowie Online-Handelskanälen ist demnach in vollem Gange.Eine ähnliche Entwicklung ist auch in Shopping Centern am Stadtrand oder "Grüne Wiese"-Standorten zu beobachten: In den 1990er und 2000er Jahren noch stärkster Wettbewerber des Fachhandels, führt der Strukturwandel auch dort zu einem spürbaren Rückgang von Besuchern und Umsatz. Die Konsumenten wandern ab in attraktivere Innenstadtbereiche der Großstädte und Metropolen. Dortige inhabergeführte Läden und Fachhändler bieten neben Individualität, Service und Ambiente vor allem mehr Erlebnis.
Prägend dürfte in den kommenden Jahren vor allem die Entwicklung von Multi-Channel-Konzepten sein, die Vorteile des stationären Handels mit den Vorteilen der Onlinewelt verbinden. So wuchs der Online-Umsatz stationärer Händler seit 2010 um 257 Prozent auf 18 Mrd. Euro im Jahr 2017, heißt es in der Studie.
Die Messe Frankfurt greift diese Trends in mehreren Veranstaltungen des Rahmensprogramms zur Tendence auf. Praxistipps und Anleitungen zur Mehrkanal-Strategie bieten die Sonderareale Tendence Academy in Halle 9.1 und Tendence.Impulse in Halle 11.0. Die Online-Plattform impulse.tool versetzt registrierte Händler in die Lage, innovative Konzeptlösungen am POS umzusetzen und so die Transformation hin zu einem Geschäftsmodell mit Erlebnischarakter zu meistern. Die Sonderschau Concept Stores Inspirations in Halle 9.0 zeigt Händlern, wie Schritt für Schritt mit einfachen Mitteln das eigene Geschäft in einen Concept- oder Erlebnisstore umgewandelt werden kann. Erstmals in diesem Jahr findet im Forum der Messe Frankfurt das Konferenzformat "Pioneers of Lifestyle" statt.
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