Studie

Badwelt denkt zunehmend global

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In Deutschland stagniert laut einer Titze-Studie der Markt für Badmöbel.

Die Welt denkt zunehmend global, auch wenn es um Badartikel geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Titze, Neuss. Das gelte speziell für die Analyse von Märkten und Absatzmöglichkeiten einzelner Produkte. Traditionelle Liefermärkte brächen deutlich ein, dafür entstünden neue Exportchancen im Einzelhandel und vor allem auch im Objektgeschäft. Hinzu komme das schnell wachsende Geschäftsfeld Distanzhandel, das für eine umfassende Preistransparenz in der Bad- und Sanitärwelt und damit auch bei Badmöbeln, Spiegelschränken und Lichtspiegeln sorge und die bestehenden Absatzkanäle gehörig unter Druck setzten.
 Der Gesamtmarkt für Badmöbel, Spiegelschränke und Lichtspiegel bestehend aus den neuen Ländern Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlande, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Frankreich und Italien beträgt laut der Erhebung 3.400 Mio. Euro zu Endverbraucherpreisen.  77 Prozent des Volumens entfallen in Zentraleuropa auf Badmöbel, 14 Prozent auf Spiegelschränke und neune Prozent auf Lichtspiegel.
Während danach das deutschsprachige Absatzgebiet auf hohem Niveau stagniert, verliert der flächenmäßig größte Absatzmarkt Frankreich an Bedeutung. Positive Entwicklungen konnten hingegen 2017 in Großbritannien und den Niederlanden festgestellt werden. Nahezu 350 Hersteller teilen sich das Umsatzvolumen in Zentraleuropa.
Betrachtet man nur die Badmöbel, dann können Großbritannien und die Niederlande die höchsten Zuwächse verzeichnen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz hingegen stagniert der Markt. Die Märkte in Frankreich und Italien verlieren deutlich.
Eine positive Entwicklung nehmen aktuell Spiegelschränke und vor allem Lichtspiegel, die im Bad besondere Begehrlichkeiten wecken und die höchsten Wachstumsraten erzielen.
Die Distribution von Badmöbeln bis 2025 verläuft je nach Vertriebsweg sehr uneinheitlich, prognostiziert Titze. Während der Distanzhandel und auch das Objektgeschäft in allen Ländern danach deutlich zulegen werden, kann der Bad- und Sanitärhandel nur noch in der Schweiz bis 2025 leicht zulegen und verliert in allen anderen Ländern Marktanteile. Der DIY-Handel kann in Belgien, Großbritannien, Frankreich und Italien punkten.
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