Verhältnismäßig gut durch die Krise

Landgard mit Blumen und Pflanzen klar über Vorjahr

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Die Vertreterversammlung der Landgard fand digital statt.
26.11.2020

Zum Teil hoch zweistellige Umsatzzuwächse hat die Landgard in ihrem Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen in den Sommermonaten nach dem Einbruch im März (-13,8 Prozent) verzeichnet. Die kumulierten Umsätze der ersten neun Monate in Höhe von 1,1869 Mrd. Euro (unkonsolidiert) lagen um 7,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Das mit 37,7 Prozent höchste monatliche Wachstum gab es im Juni, im Juli waren es dann noch einmal 20,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die beiden traditionell stärksten Monate April um Mai brachten Wachstumsraten von 5,7 Prozent und 8,1 Prozent. Diese Zahlen wurden auf der digitalen Pressekonferenz der Erzeugergenossenschaft gestern einen Tag nach der virtuellen Vertreterversammlung genannt.

Gezielte Falschinformationen
Landgard-Vorstand Carsten Bönig über den Spiegel-Artikel

„Wir sind verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen“, zog Vorstand Carsten Bönig eine Bilanz der zurückliegenden Monate. Ausführlich ging er noch einmal auf einen Spiegel-Artikel ein, in dem es unter anderem um eine angeblich hohe Verschuldung und schlechte Liquidität ging, und präsentierte umfangreiches Zahlenmaterial, um die Anschuldigungen zu widerlegen. Dabei äußerte er den Verdacht, das Nachrichtenmagazin sei „gezielt mit Falschinformationen“ aus dem Umfeld des Unternehmens versorgt worden. Von einer Schieflage der Genossenschaft könne nicht die Rede sein, auch nicht von einer Flucht der Mitglieder. Derzeit unter Plan lägen lediglich der Vertriebsbereich DIY wegen der von Lockdowns betroffenen ausländischen Tochtergesellschaften des strategischen Kunden Obi sowie der Vertrieb an den Fachhandel in Deutschland, der im Frühjahr schließen musste und dem Umsätze aus der Veranstaltungsfloristik weggebrochen sind.

Gemeinsamer Vertrieb DIY und Fachhandel

Vorstandsmitglied Dirk Bader erläuterte die für das Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen neu eingeführte Vertriebsstruktur. Sie sieht vor, den Vertrieb über Baumärkte und den Fachhandel einerseits sowie den LEH und den Discount andererseits zusammenzufassen. Man sehe in der Zusammenführung von DIY und Fachhandel viele Synergien und Kompetenzen, die zusammenfließen. „Auch wenn es viele nicht gerne hören: Die Sortimente im Baumarkt und im Fachgartencenter sind ähnlich“, sagte Bader. „Wir sehen das an den entsprechenden Qualitäten, die zur Auslieferung kommen.“

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