EHI-Studie

Deutsche zahlen immer öfter mit Karte

Das kontaktlose Bezahlen hat durch die Pandemie einen Aufschwung erlebt.(Quelle: Pexels)
Das kontaktlose Bezahlen hat durch die Pandemie einen Aufschwung erlebt.
03.05.2022

Die Corona-Pandemie hat das Einkaufs- und Bezahlverhalten in Deutschland nachhaltig verändert. Das zeigt die EHI-Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2022“. Das Bezahlverhalten der Kundschaft geht immer mehr in Richtung Kartenzahlung, wodurch ihr Umsatzanteil im stationären Handel seit 2019 von 50,5 Prozent auf 58,8 Prozent gestiegen ist. Der Transaktionsanteil der Karte hat von 26,1 Prozent auf 37,9 Prozent zugelegt. Das kontaktlose Bezahlen mit Karte und zunehmend auch per Smartphone hat sich derweil zum Standard entwickelt. Die Deutsche Kreditwirtschaft weist in ihren Statistiken für die kontaktlose Girocard eine Steigerung in den Bezahltransaktionen des vergangenen Jahres von 61,1 Prozent auf 72,6 Prozent aus. 

Besonders deutlich werden die Veränderungsprozesse am POS bei den sinkenden Bargeldtransaktionen: Noch im Jahr 2019 generierte die Kundschaft 46,5 Prozent des Umsatzes mit Bargeld – in 14,58 Mrd. Einkäufen. Bereits im ersten Corona-Jahr 2020 sind rund 2,5 Mrd. Bar-Transaktionen verloren gegangen. 2021 waren es insgesamt nur noch 10,11 Mrd. Einkäufe, bei denen die Verbraucher zu Scheinen und Münzen gegriffen haben. Der Bar-Umsatzanteil ist um 2,4 Prozentpunkte auf 38,5 Prozent zurückgegangen. Die Deutschen gaben zudem im Jahr 2021 erneut mehr Geld pro Einkauf aus als noch im Vorjahr (25,90 Euro, Vorjahr: 23,84, +16 Prozent in den vergangenen zwei Jahren). Dagegen ist die Zahl der Einkäufe innerhalb der vergangenen zwei Jahre pandemiebedingt erheblich gesunken (von 20 Mrd. auf 16,6 Mrd. Einkäufe). Gleichzeitig ist nach ersten Berechnungen des EHI der Online-Umsatz (brutto) in diesen zwei Jahren von rund 60 Mrd. Euro auf mindestens 100 Mrd. Euro gestiegen.

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