Euroshop Retail Design Award

Trends im internationalen Ladenbau

(Quelle: Euroshop)
11.11.2025

122 Einreichungen aus 30 Ländern sind zum Euroshop Retail Design Award 2026 von EHI und der Messe Düsseldorf eingegangen – das zeige, „dass Umweltbewusstsein Voraussetzung für zeitgemäßen Einzelhandel ist“, so Claudia Horbert, Leiterin Forschungsbereich Ladenplanung + Einrichtung beim EHI. 51 der 122 Storekonzepte haben es auf die Shortlist geschafft, die Sieger werden am 24. Februar 2026 auf der Euroshop um 17:30 Uhr in Halle 9 auf der Amber Stage gekürt. Im Fokus: Design mit Haltung. 

Im Rahmen des Awards haben die Verantwortlichen einige Trends identifiziert. So bleibt Holz das Symbol nachhaltigen Bauens. Doch inzwischen gehen viele Konzepte weiter: Recycelte Baustoffe, Second-Life-Materialien, lokale Ressourcen und nachwachsende Rohstoffe prägen die neue Designsprache. Selbst Kunststoff erfährt ein Revival als wiederverwertetes Element, zum Beispiel aus Verpackungsabfällen oder Textilresten.

Immer mehr Stores inszenieren sich als Erlebnisräume. Zukunftsorientierte Konzepte denken Retail als Plattform: flexibel und anpassungsfähig. Räume lassen sich neu konfigurieren, saisonal gestalten oder für Events nutzen – ganz im Sinne eines dynamischen, wandelbaren Handels.

Auch sind digitale Tools integrativer Bestandteil neuer Storekonzepte, aber kein Selbstzweck. Interaktive Spiegel, KI-basierte Styling-Beratung oder smarte Teststationen verbesserten demnach die User Experience, ohne zu überfordern.

Lokale Produkte, regionale Architektur-Elemente und ortstypisches Design sind gefragter denn je. Ob regionale Baustoffe, lokale Kunst oder kleine Produzenten: Nahbarkeit wird zum Differenzierungsmerkmal.

Über alle Kategorien hinweg zeigt sich, dass Kunden Sinn suchen und nicht nur Stil. Besonders im Food- und Beauty-Sektor sind Nachhaltigkeit, Transparenz und Verantwortung längst Standard-Erwartung. Stores reagieren darauf mit offenen Produktionsprozessen, Clean-Label-Konzepten, biologischer Qualität und minimalistischer Verpackung. Auch im Modehandel dominieren langlebige Materialien, reparaturfreundliche Produkte und zirkuläre Modelle. Secondhand, Rental, Upcycling – das alles ist Teil eines wachsenden Mindsets für mehr Konsumbewusstsein.

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