Zur gestern zu Ende gegangenen Euroshop sind in diesem Jahr mehr als 81.000 Besucherinnen und Besucher aus 141 Ländern gekommen. Sie haben sich bei 1.840 Ausstellern aus 61 Nationen über deren Retail-Lösungen informiert. Damit unterstreiche die Weltleitmesse für den Investitionsbedarf des Handels ihren Anspruch als „Global Retail Festival“, heißt es im Schlussbericht der Messe Düsseldorf. Zwei Drittel der Besuchenden kamen aus dem Ausland, jeder Fünfte aus Ländern außerhalb Europas. Die Besucher- und Ausstellerzahlen bewegen sich ziemlich genau auf demselben Niveau wie zur vorangegangenen Euroshop vor drei Jahren.
„Die Euroshop 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Handel in seine Zukunft investiert – strategisch, technologiegetrieben und zugleich mit klarem Fokus auf Effizienz und Kundenerlebnis“, resümiert Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. „Die internationale Strahlkraft, die enorm hohe Entscheidungskompetenz der Besuchenden sowie die konkrete Investitionsbereitschaft bestätigen, wie wichtig die Euroshop als globale Leitmesse der Branche ist.“ Schwerpunkte waren in diesem Jahr vor allem KI-basierte Anwendungen und Checkout-Lösungen, moderne LED-Lichtsysteme sowie flexible Ladenbaukonzepte.
„Auf der Euroshop werden nicht nur die zentralen Themen des Handels, sondern auch dessen große Wandlungsbereitschaft sichtbar“, erklärt Ulrich Spaan, Geschäftsführer des EHI Retail Institute. „Der Handel nutzt alle Chancen, seine Zukunft kreativ und aktiv zu gestalten. Dabei dienen beispielsweise KI und digitale Technologien nicht nur der Effizienzsteigerung, sondern auch dazu, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und das Einkaufserlebnis weiter zu verbessern.“
Aus den Reihen der Aussteller hört man zufriedene Stimmen. Hier zwei Beispiele: „Die Euroshop 2026 hat eindrucksvoll gezeigt: Die Zukunft des Einzelhandels liegt in der intelligenten Verschmelzung von physischen und digitalen Touchpoints zu einem nahtlosen Kundenerlebnis“, blickt Rüdiger Eilers, Head of Marketing von OMS Retail, auf die fünftägige Messe zurück. „Besonders beeindruckend war für mich, wie sich ESL-Technologien von reinen Preisanzeigen zu umfassenden Plattformen für In-Store-Navigation und Prozessoptimierung entwickelt haben. Diese Entwicklung bestärkt uns darin, unsere Kunden künftig nicht nur bei der ESL-Implementierung, sondern bei der gesamten digitalen Transformation ihrer Filialprozesse zu begleiten.“
Und Jens Wolter, Senior Key Account Manager bei ITAB Germany sagt: „Das Interesse aus dem DIY-Sektor war sehr groß. Neben Self-Checkout-Lösungen für größere Warenmengen standen vor allem digitale Produktberater und Lift’n’Learn im Fokus. Dabei können Kunden ein Produkt einfach anheben und erhalten direkt die passenden Informationen. Auch Abholboxen für Onlinebestellungen und Schließfachlösungen für höherpreisige Produkte stießen auf großes Interesse.“














