Der Grillfachhändler Grillfürst begrüßt die aktuelle EU-Zollreform und die vorgesehene Handling Fee für Kleinsendungen sowie neue Verantwortlichkeiten bei Plattformbetreibern als „richtiges Signal“. Rat und Parlament haben sich auf eine Reform des EU-Zollrahmens verständigt, die schärfere Kontrollen unsicherer Waren vorsieht; zusätzlich gilt ab 1. Juli 2026 eine vorläufige 3-Euro-Abgabe auf Kleinsendungen unter 150 Euro. „Die EU erkennt endlich an, dass es ein massives Problem gibt. Aber eine Gebühr allein schützt weder Verbraucher noch den ehrlichen Mittelstand“, sagt Joachim Weber, Geschäftsführer vom Grillfachhändler Grillfürst. Nicht akzeptabel sei ein Markt, in dem regelkonforme Händler alle Vorgaben zu Produktsicherheit, Dokumentation und Haftung erfüllen müssten, während Direktimporte aus Drittstaaten sehr häufig an wirksamer Kontrolle vorbeigelangten. Besonders die mangelnde Durchsetzung der bestehenden Regelungen wird dabei kritisiert.
Um seinen Punkt zu unterstreichen, hat Grillfürst Produkte über Plattformen aus Drittstaaten testweise eingekauft und prüfen lassen. Ergebnis: Bei über 50 Prozent der Testkäufe wurden Mängel festgestellt – etwa bei Kennzeichnung, Dokumentation oder Materialkonformität. Ein erheblicher Teil dieser Produkte hätte nach Einschätzung des Unternehmens nicht verkauft werden dürfen. „Gerade bei Produkten mit Lebensmittelkontakt reden wir nicht über Formalien, sondern über Gesundheitsschutz. Wenn wir die gleichen Maßstäbe wie bei unseren Eigenmarken anlegen, gehen massenweise rote Lampen an“, sagt Weber.
Grillfürst fordert deshalb „deutlich mehr risikobasierte Kontrollen an den EU-Außengrenzen, eine konsequente Zoll- und Marktüberwachung, die schnellere Entfernung auffälliger Angebote von Plattformen, klare Rückverfolgbarkeit der verantwortlichen Wirtschaftsakteure und spürbare Sanktionen bei Verstößen“. Dass die EU Plattformen und Verkäufer künftig stärker als verantwortliche Importeure in die Pflicht nehmen will, sei richtig – dieser Kurs müsse jetzt schneller und konsequenter umgesetzt werden.
„Wer in Deutschland und Europa sauber arbeitet, prüft, dokumentiert, haftet und investiert, darf nicht länger gegen nicht kontrollierte Geschäftsmodelle antreten müssen, die von mangelhafter Durchsetzung profitieren. Verbraucher haben Anspruch auf sichere Produkte. Der Mittelstand hat Anspruch auf fairen Wettbewerb. Eine Gebühr und die Verantwortung bei den Plattformbetreibern ist ein Anfang - mehr nicht", so Weber.












