Schmuggel und illegaler Handel

Zahl der Delikte mit Pyrotechnik hat sich verfünffacht

Der Verband setzt sich dafür ein, dass nur legales, geprüftes Silvesterfeuerwerk verkauft werden darf. (Quelle: Pexels, Rino Adamo)
Der Verband setzt sich dafür ein, dass nur legales, geprüftes Silvesterfeuerwerk verkauft werden darf. 
11.09.2026

Knapp drei Monate vor Silvester weist der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) auf die hohe Zahl illegaler Pyrotechnik auf dem Markt hin. Nach einer aktuellen Antwort der Bundesregierung registrierte die Bundespolizei im Jahr 2020 an den deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen 191 Delikte nach dem Sprengstoffrecht in Verbindung mit Pyrotechnik. 2021 waren es 413. 2022 bereits 663, 2023 dann 786 und 2024 insgesamt 1.050. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl auf 1.081 Fälle. Damit hat sich die Zahl der festgestellten Delikte innerhalb von fünf Jahren mehr als verfünffacht, betont der Verband. Gleichzeitig wurden 2025 insgesamt 95.317 pyrotechnische Gegenstände festgestellt – gegenüber 20.233 im Jahr 2020.

„Die Zahlen zeigen, wie groß die Aufgabe geworden ist. Wir brauchen Kontrolldruck nicht nur zwischen Weihnachten und Silvester. Wir brauchen ihn an Grenzen, im Versandhandel, bei illegaler Lagerung und auf den einschlägigen Vertriebswegen – zwölf Monate im Jahr“, unterstreicht VPI-Vorstand Richard Eickel.

Besonders problematisch seien Feuerwerkskörper der Kategorien F3 und F4, wenn sie ohne die erforderlichen sprengstoffrechtlichen Berechtigungen erworben, eingeführt, gehandelt oder verwendet würden, informiert der Verband. „F4-Produkte gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachleute. Kugelbomben sind kein privates Silvesterfeuerwerk.“  

Der VPI und sein Arbeitskreis gegen illegales Feuerwerk (AGIF) bieten Polizei, Zoll, Marktüberwachungsbehörden und Politik ihre fachliche Unterstützung an: „Illegale Pyrotechnik ist eine Bedrohung für Leib und Leben. Legales, geprüftes Silvesterfeuerwerk und der Schwarzmarkt für Hochrisiko-Pyrotechnik sind zwei unterschiedliche Dinge – und müssen auch in der öffentlichen Debatte konsequent auseinandergehalten werden", sagt VPI-Vorstand Michael Kandler.

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