Die Böttcher AG stoppt eigenen Angaben zufolge ihre geplante Expansion in Europa. Der vorbereitete Markteintritt in Österreich sowie weitere europäische Vorhaben werden nicht umgesetzt, teilt der auf das B2B-Geschäft spezialisierte Onlinehändler mit. Damit verzichte das Unternehmen nach eigener Planung auf bis zu 500 Mio. Euro zusätzlichen Jahresumsatz und bis zu 300 mögliche neue Arbeitsplätze.
Ausschlaggebend seien die zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa. Das Unternehmen nennt hohe Unternehmenssteuern und Sozialabgaben, hohe Energie- und Arbeitskosten, fehlende Planungssicherheit sowie eine stetig wachsende Bürokratie. Den konkreten Ausschlag habe die neue europäische Verpackungsregulierung mit zusätzlichen Registrierungs-, Melde-, Dokumentations- und Entsorgungspflichten gegeben.
Das Unternehmen verbindet die Mitteilung mit einem Appell an die Politik und mit der Forderung nach einem grundlegenden Kurswechsel: „Deutschland braucht niedrigere Steuern, deutlich weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise und wieder verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmer. Wenn ein gesundes, profitables und wachsendes Unternehmen freiwillig auf potenzielles Wachstum in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro verzichtet, sollte dies Anlass für die Politik sein, kritisch zu hinterfragen, welche Rahmenbedingungen am Standort Deutschland dazu geführt haben“, heißt es in der Pressemitteilung.












