Wohnleuchten stabilisieren sich

Markt für Leuchten und Lampen weiter unter Druck

Der Markt für Leuchten und Lampen ist weiter rückläufig, Wohnleuchten konnten zuletzt aber wieder leicht zulegen.(Quelle: Dähne Verlag, Rinn)
Der Markt für Leuchten und Lampen ist weiter rückläufig, Wohnleuchten konnten zuletzt aber wieder leicht zulegen.
22.09.2026

Der deutsche Markt für Leuchten und Lampen verzeichnet nach einem Umsatzrückgang von 0,6 Prozent im Jahr 2025 auf 4,96 Mrd. Euro bereits das dritte Verlustjahr in Folge. Damit liegt die Branche rund 1,1 Mrd. Euro unter ihrem Höchststand aus dem Jahr 2017. Für 2026 prognostizieren die Experten von IFH Köln und der BBE-Handelsberatung im Rahmen des neuen „Branchenbericht Leuchten & Lampen“ einen Umsatzrückgang von 1,9 Prozent.

Innerhalb des Gesamtmarktes entwickeln sich die Segmente unterschiedlich. Wohnleuchten zeigen erste Anzeichen einer Stabilisierung. Nach zwei herausfordernden Jahren stiegen die Umsätze 2025 um 2,1 Prozent und überschritten damit wieder die Marke von einer Milliarde Euro. Technische Leuchten verzeichneten 2025 einen erneuten Umsatzrückgang von 2 Prozent und entfernten sich damit weiter von ihrem Höchststand aus dem Jahr 2022.

Nach dem Höhepunkt der LED-bedingten Austauschwelle im Jahr 2022 sinkt der Ersatzbedarf bei Lampen kontinuierlich. Seit 2016 sind die Umsätze um rund ein Drittel zurückgegangen. Für 2026 deuten die bisherigen Daten darauf hin, dass alle Teilmärkte Schwierigkeiten haben werden, ihr Vorjahresniveau zu halten, berichten die Marktbeobachter.

Online gewinnt weiter Marktanteile

Während nahezu alle Vertriebskanäle seit 2022 Umsatzrückgänge hinnehmen mussten, hat sich der Umsatz im Distanzhandel seit 2016 mehr als verdoppelt. Internetspezialisten waren zudem der einzige Vertriebskanal, der sowohl zwischen 2019 und 2023 als auch zwischen 2023 und 2025 Umsatzzuwächse erzielen konnte.

Auch der internationale Handel verdeutliche die zunehmende Bedeutung preisorientierter Anbieter, so die Forscher: Im Jahr 2024 importierte die Europäische Union elektrische Lampen und Leuchten im Wert von 7,6 Mrd. Euro aus China. Mit deutlichem Abstand folgte das Vereinigte Königreich mit Importen im Umfang von rund 0,5 Mrd. Euro.

„Viele Verbraucherinnen und Verbraucher suchen online gezielt nach preiswerten Angeboten und bestellen verstärkt auch bei chinesischen Plattformen wie Temu oder Shein. Allerdings ist 2026 Gegenwind aufgekommen: Neue Zollgebühren auf Sendungen unter 150 Euro erschweren extrem günstige Direktimporte aus China. Erste Umsatz- und Gewinnrückgänge einzelner Anbieter zeigen bereits, dass diese Maßnahmen Wirkung entfalten“, ordnet Christoph Lamsfuß, Senior Projektmanager am IFH Köln, die Ergebnisse ein.

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