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"Boutique ist das Zugpferd des Gartencenters"

"Gartencenter, die überdimensionalen Schuhschachteln gleichen, gibt es genug", meint Hans Martin Striebel. Er wollte etwas Besonderes. Und da hat er dann auch gemacht

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Das heutige Familienunternehmen Striebel geht aus dem Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen in den dreißiger Jahren hervor. Damals begann der Großvater des heutigen Firmeninhabers zunächst in ganz kleinem Stil mit einem Agrarhandel. Dieser wurde immer weiter ausgebaut, später um eine Gaststätte und ein Fuhrunternehmen ergänzt. Doch die historischen Räumlichkeiten in der Ortsmitte Laichingens platzten aus allen Nähten und der Umsatz mit Gartencenter-Artikeln konnte mit stark steigender Tendenz bewertet werden. Im Mai 1999 schließlich entschied sich Hans-Martin Striebel, der Enkel des Firmengründers, dazu, den großen Schritt zu wagen und mit einem modernen Gartencenter "auf die grüne Wiese" zu gehen. "Es sollte aber was Besonderes sein", so Hans Martin Striebel. "Gartencenter, die überdimensionalen Schuhschachteln gleichen, gibt es genug. Unser Haus des Gartens sollte schön, praktisch und modern sein. Das von uns beauftragte Architekturbüro Riesplan hat exakt unsere Vorstellungen getroffen." Auch im Inneren des neuen Hauses geht es hochwertig zu: An Palettenware komme nur das Notwendigste hinein. Die Mitarbeiter, so Hans-Martin Striebel weiter, setzen sich intensiv mit Dekoration und Ausstattung auseinander. Die Gesamt-Verkaufsfläche von 2.000 m² wurde in eine 300 m² große Pflanzenabteilung mit Gewächshaus, ein 400 m² großes Freigelände und in eine 1.300 m² große Abteilung mit Gartenbedarf, Boutique und Zoo mit Tiernahrung und Zubehör aufgeteilt.
"Der Boutiquebereich ist das Zugpferd des Gartencenters", so Hans-Martin Striebel weiter. Als Marktleiter konnte Otto Fedyna gewonnen werden. Er ist seit 30 Jahren in der Branche aktiv und kennt das Geschäft des Gartencenters von Grund auf: "Den klassischen Gartenmarkt gibt es schon lange nicht mehr. Heute ist Erlebniskauf gefragt." Der traditionelle Gartenmarkt unterliegt zudem bekanntermaßen saisonalen Umsatzschwankungen, die Boutique jedoch ist, so Otto Fedyna, das ganze Jahr ein Umsatzgarant. Speziell zur Weihnachtszeit ziehe der Umsatz noch einmal richtig an, ausserdem sei sie ein toller Blickfang für die Kunden. "Über das Jahr betrachtet setzt sich unser Umsatz zusammen aus 40 Prozent Grün, 20 Prozent Dünger, 20 Prozent Boutique, zehn Prozent Geräte und zehn Prozent Zoo", so Hans-Martin Striebel. Und Otto Fedyna ergänzt: "Wir haben bei unserer Konzeption ein besonderes Augenmerk auf den Boutiquebereich gelegt und damit auch gute Erfahrungen gemacht. Unser nächstes Vorhaben ist nun die Einführung einer…
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