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Initiative Wohneigentum

In einem branchenübergreifenden Bündnis haben 19 Verbände der Bau-, Immobilien- und Wohnungswirtschaft, der Baufinanzierer, der Familien und der zuständigen Industriegewerkschaft die „Initiative Wohneigentum“ gegründet. Ziel ist es, einer Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die Bildung von Wohneigentum entgegenzutreten. Die Verbände setzen sich nachdrücklich für die uneingeschränkte Erhaltung der derzeitigen Förderung ein. DIYonline dokumentiert die gemeinsame Erklärung:

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Die negativen Folgen einer Einschränkung des erfolgreichen Instrumentes Eigenheimzulage wären ebenso vielfältig wie weitreichend und würden die vermeintlichen fiskalischen Vorteile einer solchen Politik weit in den Schatten stellen:
Massive Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung. Über Multiplikatoreffekte löst eine Nachfrage von 10.000 Wohnungen im Eigenheimbau einen gesamtwirtschaftlichen Nachfrageschub von fast 3,8 Mrd. €  aus. Würden z.B. 50.000 Ein- und Zweifamilienhauswohnungen nicht gebaut, etwa als Folge einer Kürzung der Eigenheimzulage, wären davon pro Jahr fast 220.000 Arbeitsplätze betroffen.
Keine fiskalische Entlastung durch eine Kürzung. Selbst nach Abzug der Aufwendungen für die Eigenheimzulage profitiert der Staat noch in hohem Maße von jeder zusätzlich errichteten Eigentümer-Wohnung. Eine Kürzung der Zulage wäre kontraproduktiv und würde das angestrebte Konsolidierungsziel keineswegs erleichtern, sondern vielmehr in weitere Ferne rücken.
Verschlechterung bei Vermögensbildung und Alterssicherung. Das selbstgenutzte Wohneigentum bildet das Kernelement der privaten Vermögensbildung und – trotz der neuen privaten Zusatzrente -  der individuellen Altersvorsorge. Gerade in der vom Gesetzgeber besonders anvisierten Gruppe der Schwellenhaushalte im unteren und mittleren Einkommensbereich würde verminderte Förderung die künftige Wohneigentumsbildung erheblich behindern und eine Verschlechterung der Altersvorsorge bewirken.
Beeinträchtigung der Familienförderung. Auch die erklärten Ziele der Familienpolitik, einem wichtigen Bereich auf der aktuellen politischen Agenda, würden durch eine Verschlechterung der Förderbedingungen erheblich berührt. In fast zwei Drittel aller Haushalte, die seit 1996 die Zulage in Anspruch genommen haben, leben Kinder. Familien wären von einer Einschränkung deutlich stärker betroffen als jeder andere Haushaltstyp.
Gefährdung von Maßnahmen zur sozialen Stabilisierung. Die Wohneigentumsbildung leistet einen maßgeblichen Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität, und zwar sowohl auf gesamtstaatlicher wie auf kleinräumiger Ebene. Eine Verschlechterung der Förderbedingungen würde zum Beispiel die derzeitigen Anstrengungen, auch mittels verstärkter Eigentumsbildung die soziale Stabilität von Wohnquartieren zu sichern oder zu erhöhen und sozialer Segregation entgegenzuwirken, deutlich beeinträchtigen.
Missachtung der Nachfragerwünsche. In nahezu allen genannten Bereichen würde eine Rückführung der Eigentumsförderung zudem den…
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