diy plus

Mehr als nur ein Lager

Das Warenverteilzentrum von Baumax ist eines der wichtigsten Unternehmensteile; seine Aufgaben nehmen immer mehr zu

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Das Gelände ist riesig und die Sicherheitsvorkehrungen nicht gering. Das Warenverteilzentrum von Baumax, kurz WVZ, liegt im Wiener Vorort Hirschstätten. Doch teilt sich das Handelsunternehmen das Logistikzentrum noch mit anderen Unternehmen. Immerhin: Von den 80.000 m² Gesamtfläche hat Baumax selber rund 30.000 m² angemietet. Die 130 Mitarbeiter sind hier damit beschäftigt, die Warenströme von Baumax in Österreich, aber auch in den zentraleuropäischen Staaten, in denen Baumax aktiv ist, zu koordinieren.
Kleinmengen werden im WVZ mit speziellen Handscan-Geräten elektronisch erfasst.
Josef Friedelmayer, Chef des WVZ, ist sich der Bedeutung seines Lagers sicher: „Erfolgreiche Handelsunternehmen haben für nahezu alle Sortimente Zentrallager, wo die Logistikströme gebündelt werden. Baumax hat damit in der DIY-Industrie Pionierleistungen erbracht. Diejenigen, die Logistik zu einer Kernkompetenz gemacht haben, haben daraus auch Vorteile gezogen.“ Immerhin soll der Umsatz des Logistikzentrums in diesem Jahr rund 180 Mio. € betragen. Die Zahlen sind in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen.
Mehrere Logistikformen fließen im Baumax-WVZ zusammen. Zuerst einmal Cross-Docking: Die Transporte werden gebündelt. Das macht rund zehn Prozent aus. Als zweites folgt die sogenannte Zweite Kommissionierstufe oder Martksortierung. Ein Baumarkt kann direkt bei einem Lieferanten bestellen, wird aber nicht von diesem direkt beliefert. Die Ware kommt vielmehr in WVZ und wird dort feinkommissioniert. Rund 15.000 Artikel über alle Sortimente hinweg werden so logistisch betreut. Bisher konnte die Zweite Kommissionierstufe nur für Österreich eingesetzt werden, bis Ende 2002 soll sie aber für ganz Zentraleuropa einsatzfähig sein. Schließlich gibt es noch die klassische Lagerabwicklung: Die Ware wird gekauft und geht auf Lager. Die Märkte wiederum bestellen die Ware beim Lager. Hierunter fallen rund 4.000 Produkte in drei Warengruppen (Kleinteile, Pakete und XL-Produkte).
Fast 50 Prozent des gesamten Österreich-Umsatzes wird im WVZ verdichtet. Große Märkte werden täglich von einem Frachtunternehmen beliefert, kleinere drei mal die Woche. Eine Besonderheit ist ein eigenes Zolllager, das ohne Mitwirkung des Zollamtes (Selbstbemessung) geführt wird. Um die 1.000 Produkte werden hier unter Zollverschluss, aber räumlich nicht von den anderen Artikeln getrennt, gelagert.
Und ab geht's: Ein LKW hat angedockt und wartet auf die Weiterfahrt.
Die Lagertechnik erfolgt konventionell, ist kaum…
Zur Startseite
Lesen Sie auch