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Mit zehn Punkten zum Erfolg

Der Rollout: Eine wichtige Etappe für Praktiker auf dem Weg zum Preisführer

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Der 1. Dezember 1998 markiert für Praktiker den Beginn eines grundlegenden Strategiewandels: Mit der Verabschiedung des sogenannten Zehn-Punkte-Programms wurde bei Praktiker den Themen Sortiment und der an Aktualität, Qualität und Preis orientierten Lieferantenauswahl höchste Priorität eingeräumt. Damit hatte Praktiker die konsequente Ausrichtung auf die Preisführerschaft in der DIY-Branche eingeschlagen.
Ende der neunziger Jahre war das Unternehmen dabei, das Image vom „billigen Baumarkt“ abzulegen und sich gleichzeitig als qualitativ verlässlicher Anbieter im Baumarktbereich zu positionieren. Das Ziel war klar: Einerseits sollte eine ausgeprägte Sortimentskompetenz erreicht werden. Gleichzeitig wollte Praktiker eine aggressive Preisgestaltung mit dem Anspruch an qualitativ verlässliche Lösungen für den Heimwerker verbinden.
Dazu war die Entwicklung einer Bausteinsystematik unverzichtbar. Vor diesem Hintergrund fiel 1999 die Entscheidung, unter dem Schlagwort „Rollout“ erstmals bei Praktiker eine einheitliche und vergleichbare Steuerung der Sortimente durch Bausteine in allen Märkten einzuführen.
Rollout bei Praktiker: Die Anzahl der Artikel wurde von 300.000 auf 70.000 reduziert.
Darüber hinaus war im Zehn-Punkte-Programm die gezielte und konsequente Entwicklung von Eigenmarken mit einem klar hinterlegten Eigenmarkenkonzept. Verbindlich festgelegt wurden dabei Qualitätsstandards, Bezugsquellen unter Einbeziehung konsequenter Qualitätskontrollen von der Produktion bis zum Wareneingang.
Vor der Einführung des Rollout konnte jeder Markt nahezu frei aus einem riesigen Sortiments-Pool seine eigenen Marktsortimente zusammenstellen. Das Ergebnis: So mancher Top Seller fand erst gar nicht den Weg in die Märkte, der Deckungsgrad lag bei gerade 20 Prozent.
Es galt, bestehende Sortimente in sogenannte Bausteine zu fassen und entsprechende Größenvarianten zu definieren, damit Top-Artikel auch in kleinen Varianten verfügbar waren. Hinzu kamen ausgewählte Bausteine, die an regionalen Gegebenheiten orientiert waren. Erst mit der zentralen Steuerung der Sortimente durch Bausteine wurde es möglich, das Gesamtsortiment bis auf den einzelnen Markt zu steuern. Bevor diese IT unterstützte Bausteinsystematik ihre Wirkung entfalten konnte, musste der etwa 300.000 Artikel umfassende Sortiments-Pool auf rund 70.000 Artikel reduziert werden. Die Folge dieser Sortimentsoptimierung spürten insbesondere die Lieferanten. Hatten etwa zuvor drei Lieferanten ein Sortiment bestückt, so war es…
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