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Meteorologie und Demographie

Das Wetter bestimmt den Markt – von Jahr zu Jahr. Auf längere Sicht zeigen Klimawandel und Bevölkerungsentwicklung ihre Auswirkungen. Eine statistische Annäherung

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Der Gegensatz hätte kaum größer sein können: 2003 der Supersommer, das Jahr darauf dann unbeständig und kühl mit hohen Niederschlägen bis in die Sommermonate hinein. Solche Gegensätze zeigen überdeutlich, wie wetterfühlig der grüne Markt ist – Umsatzverluste sind da im Jahresvergleich fast zwangsläufig.
Und die gab es in fast allen vom Industrieverband Garten (IVG) beobachteten Segmenten des Freizeitmarktes Garten. Der hat das schlechte Wetter mit einem Umsatzminus von insgesamt 3,1 Prozent auf 8,43 Mrd. € zu spüren bekommen (s. Grafik). Dabei hat der Gartenbedarf mit einem Rückgang um 4,9 Prozent stärker gelitten als das Segment lebendes Grün, das das Umsatzniveau des Vorjahres um 1,5 Prozent verfehlt hat. Allerdings findet sich hier auch die einzige Warengruppe überhaupt, die als glorreiche Ausnahme ein Plus vorzuweisen hat: Obst- und Ziergehölze haben um glatte fünf Prozent zugelegt.
„Die Hobbygärtner verlegten sich wieder mehr auf die Pflege und die engagierte Gartenarbeit“, interpretiert der IVG die Zahlen. Allerdings scheint die grüne Oase durchaus auch 2004 ein Ort der Erholung und Entspannung gewesen zu sein, denn Gartenmöbel bilden den zweiten Produktbereich, der ohne Einbußen davon gekommen ist; sie haben ihre Vorjahreszahlen exakt gehalten.
Neben der Frage nach dem Wieviel ist das Wer mindestens genau so interessant: Von wem wurden diese Gartenprodukte nachgefragt? Wie sieht er aus, der typische Hobbygärtner? Wie oft arbeitet er in seinem Garten? Wie kauft er ein?
Umfassende Antworten gibt die Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA). Ihr einziger Nachteil ist, dass die letzte Erhebung vom März 2004 stammt. Dafür stützen sich die Ergebnisse jedoch auf eine breite Basis von 24.000 Befragten. Die Antworten gelten dann repräsentativ für die 64,7 Mio. Einwohner über 14 Jahren.
Im Garten arbeiten(.pdf-Datei zum Herunterladen)
Auf die Frage, wer der wichtigste Konsument von Gartenprodukten ist, lässt sich ganz generell antworten: Begeisterte Gärtner sind in erster Linie die Älteren. Denn von den über 50-Jährigen arbeitet ein Fünftel mehrmals pro Woche im Garten, mehr als ein Viertel (fast 28 Prozent) mehrmals im Monat. Verglichen mit den anderen Altersgruppen sind das unerreichte Werte.
Weiblich und ein bisschen älter: Gartenbesitzer ab 50 Jahren arbeiten mehr im Garten als die Jüngeren. Am fleißigsten sind die Frauen.
Und es gibt eine zweite wichtige Bevölkerungsgruppe, die Hersteller und Händler nicht vernachlässigen sollten: die Bewohner der neuen…
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