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Sturm auf den Rasen

Der Ulmer Markenhersteller bläst zur Rasenpflege-Offensive. Dabei geht es nicht nur um den (Lenk)-Mäher

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Bei den Rasenmähern sind die Preise längst ins Rutschen geraten. „Das ist die Folge, wenn man nicht innovativ ist. Dann geht alles über den Preis“, sagt Rüdiger Reiber. Er ist der Mann, der bei Gardena für die Rasenpflege zuständig ist. Mit einem ganzen Strauß von Innovationen will der Ulmer Markenhersteller diesem Markttrend Einhalt gebieten.
Denn der Markt bietet nach wie vor Potenzial. In Deutschland wird das Volumen für Elektrorasenmäher von der GfK mit 440.900 Stück im Wert von 52,2 Mio. € angegeben. Europaweit sind es 1,90 Mrd. € (s. Tabelle). Mit einem knappen Drittel haben Rasenmäher den größten Anteil am Gartengeräte-Markt, der rund 5,9 Mrd. € schwer ist. Rund 5,7 Mio. Stück werden pro Jahr verkauft.
Davon sind 56 Prozent Elektro- und Akku-Mäher und 44 Prozent Benziner. Wertmäßig liegen die Verhältnisse anders: Hier hat das Segment Elektro/Akku einen Anteil von 30 Prozent, Benzin von 70 Prozent.
In Europa sieht das Unternehmen denn auch die Chance für weiteres Wachstum (s. Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Martin Bertinchamp).
Wirklich konsequent haben die Ulmer das Potenzial auf dem Rasen auch eigener Einschätzung nach bislang nicht in Angriff genommen. Mit der Rasenpflege-Offensive, zu der sie in dieser Saison blasen, soll sich das ändern.
In Deutschland haben rund 80 Prozent der in Baumärkten verkauften Elektromäher Schnittbreiten von 34 oder 38 cm. Auf dieses Segment konzentriert sich Gardena, und zwar „clever, pfiffig und erfrischend alleinstehend“, wie Brand Manager Rüdiger Reiber formuliert. Die Speerspitze der Offensive – auf der Gafa 2004 vorgestellt – ist der neue Lenkmäher. Er wurde in zwei Modellen für diese beiden Schnittbreiten entwickelt. Hervorstechendstes Merkmal ist sicherlich das patentierte Lenksystem mit Lenkrad, einarmigem Bügelholm und beweglichen Vorderrädern (s. a. diy 10/ 2004).
Nach Auffassung der Ulmer ist das nicht einfach eine Weiterentwicklung, eine Evolution, sondern eine Revolution. Ob auch die Verbraucher revolutionär gesinnt sind, hat man zuvor sehr genau abgeklopft: „Noch nie hat Gardena so viel Geld in die Marktforschung gesteckt“, sagt Rüdiger Reiber.
Präzisionsarbeit: Die gehärtete Messerwalze und das geschliffene Untermesser der Spindelmäher berühren sich nicht.
Daneben rollt der Angriff auf dem Rasen auch auf einem Frontabschnitt, der bislang eher als Nebenkriegsschauplatz galt: Ein geschlossenes Sortiment von Spindelmähern deckt die Flanken im Kampf um Marktanteile. Dabei stammen bereits rund 56 Prozent…
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