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Drei Wege in die Zukunft

Das Gartencenter der Zukunft existiert in drei Versionen – mindestens, meint jedenfalls Thermoflor und legt eine dreiteilige Konzeptstudie vor

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Ein Einzelhändler, der in eine Immobilie investiert, muss langfristig denken: Welche Anforderungen die Verbraucher heute an eine Verkaufsstelle richten, weiß er – so gut sollte er seine Kunden schließlich kennen. Doch was will der Kunde morgen?
Als Unternehmen, das Gartencenter baut, steht Thermoflor vor derselben Frage. Das Management um Gertjan Grimbergen wollte es genauer wissen, hat Gartencenterbetreiber, Ladeneinrichter, Hersteller, Trendsetter und Designer an einen Tisch gebracht und ihnen die Frage gestellt: Wie sieht das Gartencenter der Zukunft aus?
Doch bald merkte man, dass die Frage offensichtlich falsch gestellt war: Das Zukunftskonzept gibt es nicht, höchstens die Konzepte. Drei haben sich herauskristallisiert, und Thermoflor hat drei bis ins Detail durchdachte Studien erarbeitet. Als Grundannahme wurde eine Standardfläche von 6.000 m² genommen.
Gertjan Grimbergen (2. v. r.) und sein Team: Tansel Acar, Ferry Breugem, Peter Rense und Ben Boon (v. l.).
Das Konzept, das am dezidiertesten auf Einfachheit setzt, wurde „Modern Design“ genannt. Sein Leitbild ist der urbane Mensch, das Gebäude orientiert sich an der Funktionalität. Weil in einem solchen Markt nicht nur Gartencenter-spezifische Produkte verkauft werden, muss der Lichteinfall kontrolliert werden. Erreicht wird das durch eine asymmetrische Dachkonstruktion mit einer langen dunklen, nach Süden ausgerichteten sowie einer kurzen transparenten Dachfläche nach Norden, die diffuseres Licht einfallen lässt. Um diesen Kern herum ist eine Flachdachzone angesiedelt, in der beispielsweise Lager untergebracht sein können. Nach außen wirken große Glasflächen im Wechsel mit modernen Werkstoffen wie Kunststoffen, Edelstahl oder Aluminium.
Als Stichworte fallen bei diesem Konzept Begriffe wie „Effizienz“, „logistische Lösungen“ oder „Transparenz“. „Modern Design“ ist sicherlich das am wenigsten „grüne“ Konzept – und wohl nicht zuletzt deshalb dasjenige, das nach Meinung von Exportmanager Ferry Breugem am ehesten auch mit Baumärkten kompatibel wäre.
Ökologisch, nachhaltig und voller Abenteuer: „Nature Design“.
Dagegen kommt das Kerngeschäft „Grün“ in den beiden anderen Studien deutlicher zur Geltung. Beim zweiten, „Nature Design“ genannten Konzept trifft dies sogar auf doppelte Weise zu, denn hier wird Natur nicht nur als Umgang mit der Pflanze, sondern auch als Umwelt definiert: das umweltfreundliche Gartencenter. Zum einen spart es Energie durch neue Glastypen mit niedrigem K-Wert, durch die Vermeidung von…
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