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Nachhaltigkeit kann nicht gelistet werden  

Nachhaltigkeit im Handel geht weit über Sortimentsfragen hinaus. Es gilt die wachsende Gruppe der nachhaltigen Kunden zu erschließen. Dazu braucht es ein Öko-Marketing, das nahezu alle Unternehmensbereiche erfasst. Denn wahre Nachhaltigkeit kann nicht gelistet werden, sie muss als strategischer Ansatz verstanden werden.


 

 

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Ökologie ist mittlerweile im Lebensalltag eines jeden Einzelnen durch Mülltrennung, Pfandflaschen etc. längst angekommen. Das Thema „Umwelt“ hat eine globale Dimension erreicht, der Einkauf seine Unschuld verloren.Während die Verbraucher im Hinblick auf Umwelt und Ökologie hoch sensibilisiert sind, sind Nachhaltigkeitsstrategien im Handel noch zu wenig verbreitet. Dabei ist Öko schon längst kein Trend mehr, sondern Mainstream. Umweltschutz wird zu einem marktbestimmenden Faktor werden.Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie bedingt die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens und wird von den Verbrauchern erwartet. Die meisten Menschen bekunden die Bereitschaft, sich von Anbietern abzuwenden, wenn diese gegen ethische Prinzipien und Nachhaltigkeit verstoßen. Neueste Studie bestätigen, dass unternehmerische Sünden vom Verbraucher gnadenlos quittiert werden (siehe Grafik 1).Nachhaltigkeit wird also bald genauso selbstverständlich eingefordert werden wie Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis. Die unternehmerische Verantwortung steht dabei hoch im Kurs und ist bei gleichwertigen Produkten oft kaufentscheidend. Etwa jeder zehnte Käufer achtet auf das ökologische Engagement und faire Bedingungen gegenüber den Angestellten (Grafik 2).Der Druck auf die Handelunternehmen, ihre ökologische Verantwortung wahrzunehmen, wird sich in den nächsten Jahren erhöhen, primär durch den Gesetzgeber und die Verbraucher, so ein Ergebnis einer von BBE Retail Experts bundesweit durchgeführten Befragung von 50 mittelständischen Bau- und Heimwerkermärkten (Grafik 3).Der Stellenwert von nachhaltigem, umweltorientierten Handeln ist in der DIY-Branche danach zwar gestiegen, größtenteils hat dieses Thema jedoch nicht an Relevanz in den Betrieben hinzugewinnen können (Grafik 4).Auffallend ist, dass nahezu drei Viertel der befragten Bau- und Heimwerkermärkte keine Mitarbeiterschulungen für umweltbewusstes Handeln durchführen. Insbesondere die umsatzschwächeren, kleineren Betriebe sehen hier keinen Anlass oder ihnen sind sich der dadurch erzielbaren Vorteile nicht bewusst.Dennoch stimmt der überwiegende Anteil der Befragten der Aussage zu, dass ökologische Effizienz und ökonomischer Erfolg keine entgegen gesetzten Pole seien, sondern vielmehr positiv aufeinander wirken. In diesem Zusammenhang wirft sich zwangsläufig die Frage auf, warum denn dann bisher so wenig an nachhaltigem Handeln umgesetzt wurde. Eine Antwort liefert ein…
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