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Plädoyer für soziale Marktwirtschaft

Entschieden trat der geschäftsführender Gesellschafter von Liqui Moly, Ernst Prost, in Frank Plasbergs Talkshow „hart aber fair“ für eine neue Unternehmerethik ein. Sein Slogan: „Arbeitsplätze statt Aktienkurse“.
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Ihre Stellungnahmen in der Talkshow waren sehr überzeugend vorgetragen und Sie haben den lautesten Beifall erhalten. Konnten Sie erreichen, was Sie intendierten? Gemessen an den Zuschauerreaktionen – ja! Es handelt sich ja nicht um eine Imagekampagne im klassischen Sinn, sondern um ein politisches Statement. In Deutschland gibt es eine Reihe von Dingen, die aus dem Ruder gelaufen sind. Und ich will damit nicht hinter dem Berg halten, sondern es thematisieren. Sonst geht alles seinen gewohnten Gang und führt noch tiefer in den Schlamassel. Das darf nicht sein. Es ärgert mich. Schlussendlich habe ich meinem Ärger über wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen Luft verschafft; diesmal eben vor einem Millionenpublikum. Fassen Sie doch bitte kurz noch einmal Ihre Kernbotschaft zusammen. Wir müssen in Deutschland wieder alten Kaufmannstugenden und den sozialen Werten der Sozialen Marktwirtschaft mehr Gewicht verleihen. Vieles scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Und wir müssen wieder zu einem vernünftigen Miteinander zwischen Arbeit und Kapital in einer arbeitsteiligen Gesellschaft gelangen. Nicht nur berechtigten Wünschen der Kapitalgeber, sondern auch die berechtigten Wünsche der Beschäftigten, die eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals erst möglich machen, muss Rechnung getragen werden. Deshalb unser Slogan „Arbeitsplätze statt Aktienkurs“. Wie kam es überhaupt zu Ihrem Auftritt? Wer aus vollen Rohren feuert, landet zwangsläufig einen Treffer. Wie mit unseren Produkten haben wir auch hier nicht nur auf ein Pferd gesetzt, sondern mehrere ins Rennen geschickt. Parallel zu den Anzeigenschaltungen haben wir auf breiter Front Pressearbeit betrieben und u. a. gezielt die Redaktionen von TV-Sendungen angeschrieben. Die Pressemeldungen und das Anzeigenmotiv haben Wirkung gezeigt und Interesse bei „hart aber fair“ geweckt. Wie waren Sie mit der Zusammensetzung der Diskussionsrunde zufrieden? Gerne hätte ich mir unseren Bundeswirtschaftminister als Kontrahenten gewünscht. Aber Herr zu Guttenberg hat eine Absage geschickt. Schade, es hätte sich gewiss ein spannendes Rededuell entwickelt. Haben Sie politische Ambitionen? Ich war noch nie Mitglied einer Partei und habe es auch nicht vor. Eine eigene gründen, das wär‘s. Scherz beiseite: Parteien und ähnliche Organisationen bieten mir nicht im Entferntesten den Raum zur Entfaltung, wie ich ihn jetzt schon habe. Und ohne Parteibuch kann man nur auf…
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