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Die Zukunft des Lichts

Osram arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung der LED-Technologie. Anfang 2012 will das Unternehmen eine LED-Lampe auf den Markt bringen, die eine 75-Watt-Glühbirne adäquat ersetzen kann. Auch OLED spielt eine immer wichtigere Rolle.
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LED sind winzig. Rund drei mal drei Millimeter sind sie klein. Licht wird dabei nicht wie bisher durch Erhitzung eines Wolframdrahtes oder durch Gasentladung und Anregung einer Leuchtstoffschicht erzeugt, sondern durch den Elektronenfluss im Halbleitermaterial. Um die LED in herkömmlichen Leuchten einsetzen zu können, gibt es sogenannte „Retrofits“, also Lampen in Glühbirnen-Form, in der mehrere LED und die notwendige Elektronik verbaut sind. Dabei vollzieht sich der Wandel rasant. So steht die nächste Generation bereits in den Startlöchern: Mit der „Parathom Pro Classic A75 Advanced“ will Osram Anfang 2012 seine erste LED-Lampe auf den Markt bringen, die eine 75 Watt Glühlampe ersetzen kann. Im Vergleich zur klassischen 75 Watt Glühlampe spare das neue LED-Pendant, so Osram, bis zu 80 Prozent an Energie ein. Doch LED können nicht nur Glühlampen ersetzen. Ihre Stärken voll ausspielen können sie in Anwendungen, die direkt mit den kleinen Halbleiterlichtquellen geplant wurden. Zum Beispiel mit Lichtmanagement-Systemen. Mithilfe solcher Systeme erhalten Bewohner die „Steuerungshoheit“ über die Beleuchtung. „Sie können per Fernbedienung oder Touch Screen selbst die Lichtmenge, Lichtfarbe oder Lichtrichtung verändern und die Beleuchtung so bedarfsgerecht steuern“, sagt Osram-Pressesprecher Christian Bölling. Die Möglichkeiten erstrecken sich von der Nachbildung des Tageslichtverlaufs bis hin zu dynamischen farbigen Lichtszenen. Wie sich das in die eigenen vier Wände integrieren lässt, zeigt LEDs Deco Flex von Osram. Die Lichtstreifen, die sich beliebig kürzen lassen, können an unterschiedlichen Einrichtungsgegenständen angebracht werden. So sorgen sie etwa für eine dekorative Hintergrundbeleuchtung über Spiegeln oder setzen – an Regalböden angebracht – durch farbige Schatten Akzente. Per Fernbedienung können Nutzer die verschiedenen Farben und Stimmungslichter einfach einstellen. Doch LED sind laut Bölling erst der Anfang. „In Zukunft wird uns Licht nicht mehr nur in Form von klassischen Decken- oder Stehleuchten begegnen.“ Schon längst haben Architekten, Planer und Designer Licht selbst als Baumaterial erkannt. Leuchtende Wände oder Möbel sind dank der OLED-Technologie, sogenannte organische LED, zukünftig keine Vision mehr. „OLED werden herkömmliche Leuchtenformen sprengen und ermöglichen völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Bölling. Wie bei der klassischen LED wird auch bei OLED Strom durch Halbleiterschichten geleitet, wodurch Licht entsteht. Die…
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