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Vom Baumarkt in den Konzertsaal: Die Singende Säge feiert fröhliche Urständ. Musikinstrumente, die aus Alltagsgegenständen entstanden sind, gibt es einige: So wird mit den „Spoons“, ein Paar Esslöffeln, in der irischen Folkmusik der Rhythmus geschlagen. In der traditionellen Rumba-Musik Kubas nutzt man eine Holzkiste namens Cajón als Trommel und in Trinidad entstanden die berühmten „Steel-Pans“ aus Ölfässern. In die gleiche Kategorie fällt die Singende Säge, die in vielerlei Stilen auftaucht. Die Herkunft der „Musical Saw“ kann nur vermutet werden. Sie liegt wahrscheinlich irgendwo in den „Lumberjack-Camps“ in den Wäldern Nordamerikas, wo sich die Holzfäller damit in ihren freien Stunden die Zeit vertrieben, aus Mangel an richtigen Musikinstrumenten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Singende Säge dann als Novelty-Instrument zu einem Bestandteil von Varietés und Music Halls. Der ätherisch-geisterhafte Klang machte das Instrument zudem zur Idealbesetzung für Grusel- und Geisterfilme. Und es traten Virtuosen auf, die ihre Zuhörer mit dem Spiel klassischer Melodien auf der Singenden Säge in Erstaunen versetzen. In jüngerer Zeit haben sowohl Jazz-Musiker als auch experimentelle Rockgruppen immer wieder einmal darauf zurückgegriffen, so Tom Waits, Mercury Rev oder Neil Young. Alljährliche Festivals entstanden u. a. in den USA, in Japan und China.
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