Pflanzenimporte, Schnittblumen
Schnittblumen machen fast vier Fünftel der Pflanzenimporte in die Europäische Union aus.
diy plus

Markt

Trend zur Region

Auch auf dem europäischen Markt für Blumen und Pflanzen gewinnt das Thema Regionalität weiter an Bedeutung – vor allem in Deutschland.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
Die Charakteristika der letzten Jahre im Welthandel haben weiterhin Bestand. Die weltweite Nachfrage nach Blumen und Pflanzen konzentriert sich in den Ländern Europas, in China, Japan und den USA. Die Niederlande bleiben als Drehscheibe für den Handel innerhalb der EU unangefochten die Nummer eins. Sie sind für fast 70 Prozent der Exporttätigkeiten von Blumen und Pflanzen innerhalb der EU verantwortlich. Wie aus den aktuellen Zahlen von Eurostat ersichtlich, hält der Trend der steigenden Importe von Blumen und Pflanzen in die EU sowohl in der Menge als auch im Wert an, heißt es in einem Marktreport, den Dr. Marianne Altmann von Co-Concept im Auftrag der Messe Essen zur IPM 2017 vorgelegt hat.
Im Jahr 2015 wurden 504.952­t Blumen und Pflanzen für 1,68 Mrd. € in die Europäische Union importiert. Mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 8,2 Prozent ist die Menge deutlich stärker gewachsen als der Wert, der um 5,3 Prozent zugelegt hat.
 Hauptverantwortlich für die Importsteigerung sind wie in den Vorjahren die Schnittblumen, die 78 Prozent der Gesamtimporte in die EU ausmachen. Ihr wertmäßiges Wachstum beträgt ebenfalls 5,3 Prozent. 
Die Tatsache, dass die Importmengen prozentual stärker steigen als die Importwerte, zeigt, dass der Trend der letzten Jahre zu höherwertigen Produkten nicht mehr anhält. Die Verschiebungen bei den Bezugsländern setzten sich aber fort. Kenia bleibt mit rund 27 Prozent der Importe der EU unangefochten die Nummer eins, gefolgt von Äthiopien, Ecuador und Kolumbien. Der Importzuwachs geht auf diese Länder zurück, während es bei Israel, den USA und Costa Rica einen rückläufigen Trend gibt.
Auf dem deutschen Markt liegen die Dinge jedoch teilweise ein wenig anders. Hier stellen die Großhändler fest, dass der Facheinzelhandel Aspekte wie Qualität und regionale Produktion mehr in den Fokus seines Einkaufs bei Blumen und Pflanzen stellt. Diese Beobachtung wird übrigens auch in Frankreich gemacht, wo die Marke "Fleurs de France" beim Handel und Verkauf an Bedeutung gewinnt.
 In der Ursachenanalyse der Niederländer (Royal Flora-Holland) im Sommer 2016 zu dem Pflanzenexportrückgang nach Deutschland im Jahr 2015 (minus 3,8 Prozent = 83 Mio. € im Vergleich zu 2014) wird neben einem zunehmenden Selbstversorgungsgrad in Deutschland vor allem der…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch