Informationsquellen für Handwerker, Konzept & Markt, Dähne Verlag
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Handwerkerstudie 2019, Teil 2

Handwerker – alles digital oder was?

Zum vierten Mal in Folge hat Konzept & Markt gemeinsam mit dem Dähne Verlag eine groß angelegte Befragung von Handwerkern durchgeführt. In diesem Jahr wurden die Meinungen und Ein­stellungen von 1.200 Handwerkern zum Kommunikations- und Kaufverhalten in digitalen Kanälen analysiert.
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Längst haben digitale Medien und Social Media auch professionelle Bereiche erobert. Aber ist dies auch in relativ konservativen Berufsgruppen wie z. B. bei Bauhandwerkern der Fall? Und wie sollte für die Hersteller von Baumaterialien und Werkzeugen idealerweise die Ansprache über digitale Medien erfolgen? Sind diese für die einschlägigen Hersteller, wie Bosch, Würth oder Hilti überhaupt relevant? Konzept & Markt ist diesen Fragen auf den Grund gegangen und hat 1.200 Handwerker nach ihrem Informations- und Einkaufsverhalten, speziell auf Onlinekanälen befragt. Hierbei handelt es sich um Personen, die typischerweise Baumarktsortimente benötigen, also die im Holz- und Metallverarbeitungshandwerk, im Innenausbau und Baugewerbe sowie im Elektrohandwerk tätig sind. Im Fokus dieser Zielgruppe stehen insbesondere Werkzeuge, Baustoffe, Bauelemente, Bodenbeläge, Farben, Tapeten und ähnliche Sortimente.
Ein großer Gewinn sind Online-Medien insbesondere für die Beschaffung von relevanten Informationen. Das Internet wird von fast jedem der befragten Handwerker, nämlich stattlichen 87%, als Informationsquelle genutzt. So hat das Internet für die Handwerker einen höheren Stellenwert als Messen und Ausstellungen, als der Außendienst der Lieferanten oder als Fachberater im Geschäft (Abb. 1). Das Internet ist immer verfügbar, Messen und Ausstellungen dagegen nur zu bestimmten Zeitpunkten. Auch der Außendienst von Lieferanten ist nicht immer vor Ort oder erreichbar.
Gerade wenn es um gezielte Fragestellungen nach bestimmen Problemlösungen geht, die eine sofortige Beantwortung erfordern, punktet das Internet durch die jederzeit und überall verfügbaren Informationen. Dies trifft umso mehr zu, als dass mobile Geräte inzwischen überall präsent sind. Das Smartphone auf der Baustelle ist selbstverständlich geworden.
Für die Internet-Nutzer haben dabei die Webseiten von Herstellern und Händlern die höchste Relevanz (vgl. Abb. 3). Sie werden von mehr als der Hälfte der Befragten genutzt und häufig für den sofortigen Abruf von Produktinformationen, Montageanleitungen oder Datenblätter besucht. Der Vorteil: Relevante Informationen müssen nicht lange gesucht werden, sondern sind während der Montage sofort verfügbar.
Demgegenüber ist die Bedeutung von typischen Social Media-Angeboten, wie Facebook, Blogs oder Instagram deutlich geringer und liegt nur im einstelligen Prozentbereich. Social Media wird weniger für die Recherche von Informationen genutzt, hier erscheinen den Handwerkern…
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