So gern gehen die Deutschen im stationären Einzelhandel einkaufen
diy plus

Die Zukunft des Handels, Teil 2

Wie Innenstädte sich verändern

Das Magazin „Lifestyleslab“ führte wegen der aktuellen Lage und den damit einhergehenden Veränderungen der Innenstädte eine repräsentative Studie durch, bei der 949 Teilnehmer aus ganz Deutschland zu ihrem Einkaufsverhalten befragt  wurden – die Schlussfolgerungen. 
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen

Nach dem ersten Teil des in diy 10/2021 erschienenen Beitrags, der die Ergebnisse der Studie analysierte, dreht sich der zweite Teil darum, was nach Meinung der Auftraggeber der Untersuchung in Zukunft wichtig sein wird, um die Innenstädte am Leben zu halten.

Die Herausforderungen, denen Stadt und Handel gegenüberstehen, unterscheiden sich je nach Region und Stadt. Während beispielsweise Hauptgeschäftslagen in Metropolen vielfach positive Entwicklungen verzeichnen, beklagen Nebenzentren und B-Lagen in Großstädten sowie kleine und mittelgroße Städte – insbesondere in strukturschwachen Gebieten oder Ballungsräumen – oft Frequenzverluste, Umsatzrückgänge und Leerstände. Es geht also darum zu verstehen: Wer wohnt wo und welche Anforderungen und Wünsche haben die Menschen an die jeweiligen Stadtstrukturen? Ist eine Stadt noch für das reine Einkaufen gedacht? Oder geht es darum, den Menschen Erlebnisse, Entspannung und das Ganzbesondere zu bieten, damit sie weiterhin in den Städten ihre Zeit verbringen? Und wie kann sich der Einzelhandel diesen neuen Anforderungen und Herausforderungen anpassen? Der reine Konsum jedenfalls ist nicht mehr das, was die Menschen in die Stadt lockt.

Ein Besuch in der Innenstadt bedeutet für viele Menschen eher, dass sie sich mit Freunden treffen und etwas Besonderes erleben möchten. In der Studie kam heraus, dass auch das Shoppen in stationären Geschäften für etwa sieben Prozent der Befragten als soziales Ereignis eine Motivation für den Einkauf vor Ort ist.

Die Stadt darf nicht mehr nur auf Shopping reagieren. Shoppen und Soziales müssen vereint werden. Das Herz der Stadt muss pulsieren. Es muss eine lebendige Mischung aus Tourismus, Restaurants und Cafés, Wohnen, Arbeiten und Kultur, aber auch Geschäften geben, damit Innenstädte wieder aufblühen können. Aktuell sind Innenstädte zu sehr vom Einzelhandel abhängig. Dabei gibt es schon viele neue Konzepte.

Digitalisierung

Viele Händler halten sich mit innovativen Konzepten über Wasser: Click & Meet, Online-Kaufberatung oder Liefer- und Abholservice. Zukünftig soll im stationären Handel der Service- und Erlebnisgedanke eine noch zentralere Rolle spielen. Dabei geht es nicht mehr nur um das Shoppen als einzelnen Akt. Vielmehr sollen das Erlebnis, die individuelle Beratung und innovative Services im Mittelpunkt stehen. Digitale Möglichkeiten könnten zum Beispiel Service-Roboter, eine In-Store-Navigation oder eine Just-Walk-Out-Technologie sein. So wird das Einkaufen in Zukunft zu einem…

Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch