Bekanntheitsgrad
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Konzept & Markt

Der Baumarkt kann Garten

Und wie: Bei der Käuferreichweite etwa liegen die Gartencenter der DIY-Händler klar vor dem Fachhandel. In einer Studie beschäftigen sich Konzept & Markt und Dähne Verlag erstmals ausschließlich mit dem grünen Markt. Auch Corona-Folgen haben sie erfragt. 
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Frage an die Gartenfachleute unter den diy-Lesern: Wie würden Sie die Markenstärke der Fach-Gartencenter im Vergleich zu den Baumärkten mit ihren Gartenabteilungen und -centern einschätzen? Die inhabergeführten Gartencenter, die sich voll aufs grüne Geschäft konzentrieren und ein Profil haben, das eindeutiger grün nicht sein könnte, müssten hier doch einen starken Punkt setzen.

Könnte man meinen. Doch wer die Markenstärke aus Kundensicht so einschätzt, den wird die Gartenmarkt-Studie, die Konzept & Markt und Dähne Verlag jetzt vorgelegt haben, mit anderslautenden Erkenntnissen konfrontieren. Zum ersten Mal haben sich die Partner, die schon seit Jahren die Baumarktbranche durchleuchten und ihre Analysen regelmäßig in branchenweit beachteten Studien niederlegen, den Gartenmarkt vorgenommen. Wie auch im DIY-Bereich beruhen die Ergebnisse auf einer bundesweit repräsentativen Kundenbefragung.

Und da steht also im Kapitel „Markenstärke der Gartenmärkte“: „Das Spitzenfeld der starken Marken besetzen die Bau- und Heimwerkermärkte Obi, Toom und Hornbach. Mit Dehner folgt der erste Fachmarkt im engeren Sinne auf Rang 4.“ Unter die Top 10 schaffen es aus den Reihen der reinen Gartencenter nur noch Pflanzen Kölle und Blumen Risse.

Bevorzugtes Einkaufsverhalten
(Quelle: Konzept & Markt)

Dominanz durch Masse

Die Dominanz der Baumarkt-Marken auch im grünen Markt hat natürlich auch etwas mit der schieren Größe und Masse zu tun. „Obi ist nicht nur die stärkste Baumarkt-Marke, sondern auch im Bereich der Gartenfachmärkte am stärksten. Grund ist sicher die große Anzahl an Einkaufsstätten“, ­schreiben die Autoren der Studie. Zu den Marken „grün erleben“, Floraland, Bellandris, Grünwald, Pflanzen Mauk, Klee, Nordharz und Egesa Garten heißt es: „Viele kleinere Fachmarktanbieter erreichen kaum noch relevante Markenstärken auf Bundesebene. Sie sind Spezialisten in der Region.“

Das könnte aus Sicht dieser Unternehmen so weit wohl noch klargehen. Schließlich ist Bekanntheit nicht alles, bundesweit schon gar nicht. Aber bei der so genannten Käuferreichweite lohnt es sich, genauer hinzusehen, denn hier geht es um eine härtere Währung, letztlich nämlich um Umsatz.

Und da lässt die Analyse der Autoren ahnen, dass solche Händler einiges an Potenzial ungenutzt lassen, denn: „Im Hinblick auf die Haupteinkaufsquelle setzten sich klar vier Anbieter ab, nämlich Obi (26 Prozent), Toom (14 Prozent), Hornbach (11 Prozent) und Hagebau (9 Prozent). Ferner wird deutlich, dass die Spezialisten nur einen sehr schwachen Status…

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