Nachfolge, Nachwuchsförderung und stabile Finanzierung – in vielen familiengeführten Baumarkt- und Baustoffunternehmen werden diese Themen zur strategischen Zukunftsfrage. Umso zentraler ist es, Nachfolgerinnen und Nachfolger frühzeitig einzubinden und Betriebe bei komplexen Übergaben professionell zu begleiten.
Familienunternehmen bilden das stabile Rückgrat der DIY-Branche. Gleichzeitig wächst der Druck: Die Nachfolge wird anspruchsvoller, junge Menschen entscheiden sich später oder zögerlicher für den Einstieg ins Unternehmen, und wirtschaftliche Rahmenbedingungen verlangen deutlich mehr Professionalität in der Finanzierung. Um diese Themen gezielt zu adressieren, bietet die Hagebau ihren Gesellschaftern zwei Instrumente: Das Junge Forum, das Netzwerk und die Entwicklungsplattform der nächsten Generation, sowie die Hagebau Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft (BBG), die als Partner für geregelte Nachfolgen und Zukunftsinvestitionen positioniert ist.
Ein Netzwerk, das trägt
Wer ein Familienunternehmen übernimmt, steht vor besonderen persönlichen und unternehmerischen Fragen. Genau dafür bietet das Junge Forum der Hagebau einen Rahmen: Zwei Mal im Jahr kommen dort junge Unternehmerinnen und Unternehmer zwischen 18 und 35 Jahren zusammen, die bereits im Familienunternehmen Verantwortung tragen oder noch entscheiden müssen, ob sie einsteigen möchten.
„Wir bewegen uns zwar in unterschiedlichen Betrieben, stehen aber vor vergleichbaren Entscheidungen“, sagt Beat Baumgärtner, Geschäftsführer Hagebau Gebrüder Ott und Sprecher des Jungen Forums. „Gerade für diejenigen, die noch unsicher sind, ist das hilfreich: Sie bekommen einen ehrlichen Einblick, können Fragen stellen und erfahren, wie andere ihre Entscheidungen getroffen haben.“
An den Treffen, die an wechselnden Gesellschafterstandorten stattfinden, nehmen jedes Mal rund 20 bis 30 Nachwuchsgesellschafter teil. Auf dem Programm stehen Workshops, Betriebsrundgänge, Impulsvorträge und Diskussionen zu Themen wie Markenführung, KI, Preisstrategien, Finanzierung oder Best Practices aus anderen Branchen.
„Für uns ist vor allem der gemeinsame Blick nach vorn wichtig“, erklärt Simon Willms, Geschäftsführer Hass + Hatje und ebenfalls Sprecher des Jungen Forums: „Wir sprechen nicht nur über den Alltag im Unternehmen, sondern darüber, wie wir unsere Häuser weiterentwickeln und gleichzeitig die Kooperation stärken können. Dieser Austausch ist fachlich und menschlich wertvoll, denn er schafft ein Netzwerk, das trägt. Und genau das brauchen wir, um die Zukunft unserer Unternehmen und der Hagebau aktiv mitzugestalten.“
Nachfolge als Gemeinschaftsaufgabe
Parallel zur Nachwuchsarbeit begleitet die Hagebau Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft (BBG) jene Gesellschafter, bei denen Nachfolge und Weiterentwicklung finanzielle Stabilität erfordern. Ihre Rolle geht dabei über die klassische Unternehmensübergabe hinaus: Die BBG hilft, Standorte im Sinne der Kooperation weiterzuentwickeln, und schafft zusätzliche Spielräume.
Seit über 20 Jahren stellt die BBG stille Beteiligungen bereit, bringt finanzwirtschaftliches Know-how ein und unterstützt bei Bankgesprächen, Ratings, Finanzierungskonzepten oder Investitionsvorhaben. Oft geht es darum, Nachfolgen zu ermöglichen, Strategiewechsel abzusichern oder Betriebe zukunftsfähig aufzustellen – immer diskret, partnerschaftlich und mit klarer Ausrichtung auf die langfristige Stabilität der Standorte.
„Nachfolge ist für das Unternehmen, für die Familien und für die gesamte Kooperation immer eine strategische Entscheidung“, sagt Frank Staffeld, Geschäftsführer Hagebau Einzelhandel. „Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Investitionen gelingen und engagierte Nachfolgerinnen und Nachfolger auf stabile Strukturen treffen.“ Damit werde Nachfolge nicht zur Risikophase, sondern zur gestaltbaren Zukunftsaufgabe.












