Während es die Sauregurkenzeit nach fachlicher Einschätzung der Zu-guter-Letzt-Redaktion in der analog gedruckten Presse schon lange nicht mehr gibt, muss das bedauernswerte lineare Fernsehpublikum in den heißen Monaten darben wie eh und je: Den Tatort gibt’s nur in Wiederholungen. Was, sollte es eine Schnittmenge geben, die Leserinnen und Leser dieses Fachblatts auf weitere trübe Gedanken bringen könnte: Warum hat dieser sogenannte Kult-Krimi schon an allen möglichen Orten gespielt, von der Oper bis zur organisiert-kriminellen Pizzeria, nur noch nie im Baumarkt? Dabei böten durchschnittlich 4.815 m² Verkaufsfläche voller tiefer Verzweiflung, potenziellem Versagen und hoffendem Versprechen jedem und jeder Mordlustigen eine angemessene Bühne. Man denke nur an das attraktiv präsentierte Arsenal möglicher Mordhilfsmittel – und da ist der Stechbeitel noch das unoriginellste. Immerhin hat die Konkurrenz vom ZDF den Alten in einem Gartencenter ermitteln lassen, dessen Leiterin erstochen wurde – ein Schritt in die richtige Richtung rechtzeitig vor den trüben Tatort-Monaten. Schließlich wäre es nicht wirklich eine Alternative für den sommerlichen Sonntagabend, sich ersatzweise alle Toom-Spots mit Tatort-Kommissar Martin Brambach anzuschauen.












