Die Produktlinie Bio Aqua Depot ist eine der Antworten von Compo auf die veränderten Anforderungen im Gartenmarkt.
Die Produktlinie Bio Aqua Depot ist eine der Antworten von Compo auf die veränderten Anforderungen im Gartenmarkt.

Compo

Europas Gartenmärkte verstehen

Wie unterschiedlich ticken Europas Gartenmärkte? Compo-CEO Stephan Engster gibt einen Überblick über gemeinsame Trends und lokale Besonderheiten. 

Das Europageschäft ist für Compo von zentraler strategischer Bedeutung. Mit Hauptsitz in Münster zählt das Unternehmen heute zu den führenden Anbietern von Markenartikeln für Pflanzen in Haus und Garten in Europa. Mit über 25 Gesellschaften, einer einheitlichen europäischen Marke und eigenen Produktionsstandorten ist Compo breit aufgestellt. Mehr als 70 Prozent der Unternehmensleistung wird dabei außerhalb des deutschen Marktes erbracht – neben dem Heimatmarkt ist Compo nach eigener Angabe in Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien und Belgien marktführend. Zentrale Erfolgsfaktoren seien dabei die international einheitliche Marke auf der einen Seite und eine hohe Resilienz der Organisation auf der anderen Seite, betont Stephan Engster, CEO der Compo-Gruppe: „Nur eine starke Marke sorgt für Vertrauen bei Konsumenten und für eine hohe Wiedererkennbarkeit am POS. Unterstützt wird dies durch die europaweit einheitliche Kampagne ‚Lieber das Beste. Für die Natur. Für dich. Für alle.‘“

Aus dieser europäischen Perspektive ergibt sich ein differenziertes Bild der Märkte: „Wer einen genaueren Blick auf Europa wirft, erkennt: Es gibt verbindende Trends, gleichzeitig aber auch klare Unterschiede in den Ausprägungen und Anforderungen der einzelnen Länder“, berichtet Engster.  

Ein verbindendes Element und zugleich zentraler Wachstumstreiber über nahezu alle europäischen Märkte hinweg sei der anhaltende Boom rund um das Thema „Grow your own“. Marktdaten und unternehmensinterne Studien zeigen: Ob im eigenen Garten, im Hochbeet oder auf dem Balkon – der Wunsch, Kräuter, Gemüse und Obst selbst anzubauen, hat weiterhin eine hohe Bedeutung. „Die konkrete Ausprägung unterscheidet sich jedoch je nach Land“, so Engster. Während Hochbeete insbesondere in Deutschland und Österreich stark verbreitet sind, prägen in Frankreich kompakte Nutzgärten, so genannte „Carrés potagers“ den Alltag. In Südeuropa hingegen, etwa in Spanien, findet der Eigenanbau häufiger auf kleiner Fläche statt – beispielsweise in Töpfen oder urbanen Balkonsituationen. „Trotz dieser Unterschiede zeigt sich: Der Wunsch nach Selbstversorgung, Kontrolle über die eigenen Lebensmittel und ein bewusster Umgang mit Natur verbinden die Märkte“, so Engster.  

Stephan Engster ist CEO der Compo-Gruppe. 
Stephan Engster ist CEO der Compo-Gruppe.  (Quelle: Compo)

Ein weiterer eng damit verbundener Trend seien nachhaltige Gartenkonzepte. „Viele Hobbygärtner wollen wirksame Produkte und gleichzeitig der Umwelt und Natur etwas Gutes tun“, sagt Engster. So haben organische Produkte, Biodiversität und umweltfreundliche Lösungen europaweit eine hohe Relevanz – wenn auch mit unterschiedlichen Ausprägungen. In Frankreich besteht die Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen auch vor dem Hintergrund regulatorischer Entwicklungen, wenngleich Verbraucher teilweise noch skeptisch hinsichtlich der Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit und hoher Wirksamkeit sind und überzeugt werden wollen. Hier kommen zukunftsweisende Technologien – wie im Fall von Compo die Advanced-Release-Technology für organische und organisch-mineralische Festdünger – genau zur richtigen Zeit. Die Technologie soll eine neue Generation von Compo-Düngern definieren und gleichzeitig einen leistungsstarken Standard für die gesamte Branche setzen, beschreibt es der CEO. Auch in Italien ist die grundsätzliche Affinität zu biologischen Lösungen besonders ausgeprägt. „Insgesamt zeigt sich jedoch klar: Auch die Zahlungsbereitschaft der Endverbraucher ist für Bio-Lösungen überall hoch“, fasst Engster zusammen.  

Ein anderer prägender Faktor über viele Märkte hinweg ist der Klimawandel. Zunehmende Hitzeperioden und längere Dürrephasen verändern das Gärtnern in Europa spürbar. Besonders in südlichen europäischen Ländern wie Spanien und Italien ist der Anpassungsdruck hoch. Auch in Frankreich ist der Einfluss von Dürre ein starker Treiber. „In Teilen Südeuropas betonen 90 Prozent der Gärtner, dass sie von Trockenheit betroffen sind und der Klimawandel ihr Leben beeinflusst. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach wassersparenden und resilienten Lösungen“, erklärt Engster. Produkte, die unter schwierigen klimatischen Bedingungen zuverlässig funktionieren, gewinnen dort stark an Bedeutung. In Deutschland ist diese Entwicklung ebenfalls erkennbar, wenn auch bislang etwas weniger ausgeprägt. Dennoch verändert sich auch hier schrittweise das Nutzungsverhalten, etwa hin zu robusteren Pflanzen und ressourcenschonenden Pflegekonzepten. Das biologische Rundum-Konzept Compo Bio Aqua Depot und weitere ressourcenschonende Lösungen in allen Produktkategorien sind Compos Antwort auf die veränderten Anforderungen und Verbraucherwünsche.  

(Quelle: Compo)

Auch bei klassischen Sortimenten zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Märkten. So spielt die Rasenpflege insbesondere in Deutschland und Österreich traditionell eine herausragende Rolle. Entsprechend hoch ist hier die Nutzung spezialisierter Produkte und die Bereitschaft von Hobbygärtnern, Zeit und Aufwand in die Rasenpflege zu investieren.  

„Am Ende wird deutlich: Europas Gartenmärkte verbindet mehr, als sie trennt – entscheidend sind jedoch die Unterschiede in der konkreten Ausprägung. Wer diese versteht und gezielt darauf eingeht, schafft echte Relevanz beim Kunden“, fasst Engster zusammen. Für Hersteller und Handel bedeute das, europäische Strategien konsequent mit lokaler Marktnähe zu verbinden: „Erfolgreich ist, wer die Balance aus gemeinsamer Markenstärke und regionaler Differenzierung beherrscht.“ Ein entscheidender Erfolgsfaktor dabei sei auch die Vielfalt der Teams. „Die Mitarbeitenden aus den unterschiedlichen Ländern bringen wertvolle Perspektiven ein und tragen dazu bei, Marktanforderungen präzise zu verstehen und in passgenaue Lösungen zu übersetzen.“

Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch