Nach dem versöhnlichen Jahr 2024 machte die allgemein schlechte Verbraucherstimmung 2025 den deutschen Baumarktbetreibern erneut zu schaffen. Das zeigen erste Zahlen der neuen Statistik Baumarkt + Garten 2026, die jetzt im Dähne Verlag erschienen ist. Das Ergebnis in der Krise ist passabel, liegt aber sicherlich bei vielen unter den Erwartungen.
War das Jahr 2023 mit seinem Rekordminus beim Umsatz im In- und Ausland noch das schlechteste Jahr seit Beginn der Datenerhebung 1994, schien es 2024 ein wenig Hoffnung zu geben. Das damalige nominale Plus von 0,4 Prozent konnte die deutsche Baumarktbranche aber nicht ins Jahr 2025 hinüberretten – obwohl die Bilanz der Top 20 Unternehmen unterschiedlich ausfiel. Bei den meisten reichte es jedoch nicht für ein Wachstum.
Die Top 20 verzeichneten 2025 mit ihrem Geschäft im In- und Ausland ein Minus von 1,7 Prozent. Die Talfahrt kommt rein rechnerisch auch zustande, weil die Baywa AG im letzten Jahr ihre Beteiligung an der österreichischen RWA Raiffeisen Ware Austria AG und den Lagerhäusern beendet hat. Bereinigt um die hypothetische Umsatzdifferenz läge das Minus lediglich noch bei 0,03 Prozent und wäre damit trotz ausbleibendem Gesamtwachstum verschwindend gering.

Zu verdanken ist dies den guten Umsatzzahlen der großen Player. Sie haben Umsätze gesteigert und die Expansion – vor allem im Ausland – vorangetrieben. Auswärts erzielten manche Baumarktketten ein Umsatzplus von mehr als 5 Prozent. Und wäre der österreichische Umsatz der Baywa AG auch hier noch im Spiel, hätte die Auslandsbilanz positiv ausfallen können. Nun erklärt sich das Auslandsminus von 2,9 Prozent durch diesen statistischen Effekt.
In Deutschland ging es beim Gesamtumsatz der Top 20 Baumarktbetreiber hingegen nicht nur nominal, sondern auch real bergab. Mit minus 1,3 Prozent schlossen diese ihr Geschäft im Inland 2025 ab. Auch hier gibt es Ausnahmen unter den Top 6 Baumarktbetreibern, die teilweise eine Umsatzsteigerung erzielt haben. Das gelang diesen Glücklichen allerdings wesentlich eindeutiger im Ausland, wo sie jeweils ihre Standortanzahl erhöht und den Umsatz pro Standort sowie ihre Flächenproduktivität gesteigert haben.
Insgesamt haben die sechs größten Baumarktbetreiber in Deutschland das Jahr 2025 allerdings mit einem Minus von 0,5 Prozent abgeschlossen. Ihr addierter Brutto-Umsatz im Inland belief sich auf 19,435 Mrd. Euro. Im Jahr zuvor lag dieser bei 19,533 Mrd. Euro mit einem Minus…











