Rund 100 m². Mehr braucht das neue Innenstadtkonzept von Pflanzen-Kölle in der Stuttgarter Königsbaupassage nicht. Dass das nicht für ein komplettes Gartencenter-Sortiment reicht, erklärt sich von selbst – das braucht es aber auch nicht. Denn das neue Konzept soll keine Alternative zur Großfläche sein, sondern eine urbane Ergänzung, wie Geschäftsführer Markus Kallen zur Eröffnung erklärt: „Es geht nicht um Sortimentstiefe, sondern um Inspiration und Präsenz in der Innenstadt.“
Dementsprechend ist Stuttgart als Standort für den Pilotmarkt auch kein Zufall. Mit je einem Gartencenter in Fellbach und dem Stuttgarter Außenbezirk Stammheim ist der Name Pflanzen-Kölle den Bewohnern der baden-württembergischen Landeshauptstadt nämlich bereits geläufig. Damit komme man in der ohnehin gut frequentierten Königsstraße „näher an die Kunden“, wie Kallen betont – „und der Innenstadt kann es auch nicht schaden“, scherzt der Geschäftsführer.
Das Sortiment in der „Mini-Filiale“, die in den Räumlichkeiten des denkmalgeschützten Königsbau ist, teilt sich auf zwei Stockwerke auf, die auch thematisch getrennt sind. Im Erdgeschoss dreht sich alles um das lebende Grün: Schnittblumen, Zimmerpflanzen, Kräuter, Floristik, Beet- und Balkonpflanzen sowie Vasen und Übertöpfe haben hier ihren Platz gefunden. Die Pflanzen kommen auch aus der eigenen Bio-Gärtnerei, von der aus Pflanzen-Kölle seine Märkte beliefert.
Außerdem im EG: zwei Self-Checkout-Kassen, an denen die Kunden in dem komplett bargeldlosen Standort bezahlen können. Damit haben die Mitarbeiter mehr Zeit für Beratung.

Im Untergeschoss finden Kunden ein Basissortiment an Erden und Düngern, außerdem Seidenblumen und Deko-Artikel – das kann sich allerdings noch ändern, erklärt Kallen: „Hier fehlen uns schlicht noch die Referenzen, daher probieren wir uns hier noch aus.“ Die Hartware bekommt der Pilotmarkt aus dem nahegelegenen Gartencenter in Fellbach. Das mache die Flexibilität in der Testphase größer.
Ob und inwieweit das urbane Konzept ausgeweitet wird, wird die Zeit zeigen. „Wir lassen die Kunden sprechen, ob sie uns in der Innenstadt sehen wollen“, erklärt Kallen. Aber damit nicht genug: auch über mittelgroße Formate mit rund 5.000 m² habe man sich bereits Gedanken gemacht, spruchreif sei hier allerdings noch nichts, so der Geschäftsführer.












