Minus 1,6 Prozent: Das war die Zahl, die der BHB zur Branchenentwicklung in Deutschland 2025 gemeldet hat. Die Zahlen, die die Research-Abteilung des diy-Fachmagazins für unsere Statistik Baumarkt + Garten erhoben hat, sehen zwar ein klein wenig besser aus – die Top 20 Baumarktbetreiber lagen um 1,3 Prozent unter Vorjahr. Aber ja, beziehungsweise nein: Das ist nicht gut. Prompt stand nach der BHB-Pressekonferenz in der Zeitung, die Baumarktbranche stehe auf der Verliererseite.
Das kann man so sehen.
Man kann die Geschichte von der vermeintlichen Looser-Branche aber auch so erzählen: Den Branchen um die Baumärkte herum geht es auch nicht wirklich besser – Garten minus 0,6 Prozent, Möbel minus 1,1 Prozent, vom Baustoffhandel ganz zu schweigen.
Trotz der widrigen Umstände behaupten sich die Baumärkte. Außerdem verlieren beileibe nicht alle Händler Umsätze, wie in unserer Statistik nachzulesen ist. Die Branche ist nicht vom kollektiven Untergang bedroht.
Wenn ich nach Gründen für diese Resilienz suche, lande ich immer wieder bei dieser Besonderheit: beim guten Geist des Kooperierens in der DIY-Branche.
Schon klar: Jahresgespräche in Baumarktzentralen sind nicht in jeder Hinsicht angenehme Veranstaltungen. Einschlägige Erzählungen kommen auch in Redaktionsbüros an.
Aber dort kommt auch an, dass Leute wie der langjährige Hima-Präsident Reinhard Wolff das Miteinander in der Branche als „schon wirklich okay“ bezeichnen; dass die neuen Präsidenten von Edra/Ghin und Hima, Erwin Van Osta und Caroline van der Voort, einen sehr vertrauensvollen Umgang miteinander pflegen; dass das vom BHB geprägte Wort der „Branchenfamilie“ bei den Mitgliedern durchaus so gesehen wird. Und ins Bild passt das Motto des Global DIY-Summit 2026: „Building Collective Awareness for a Fast Changing World“.
Ich halte es für richtig, nicht der angeblich überlegenen Strategie der Disruption zu huldigen. Wie gemeingefährlich das vorsätzliche Brechen von Regeln für Wirtschaft und Gesellschaft ist, sehen wir nicht nur jenseits des Atlantiks, sondern beklagt auch der hiesige Handel, wenn er einfordert, der Staat möge dem Treiben von Shein, Temu und wie die Regelbrecher sonst noch heißen, Einhalt gebieten.
Diese Forderungen sind nicht nur moralisch richtig, sondern auch wirtschaftlich klug. Unter der Überschrift „Der Mensch ist ein Gutmensch“ hat die Wochenzeitung Die Zeit vor Kurzem über einen Erfolgsfaktor berichtet, der so gar nicht zur Erzählung von der Sieger-Strategie der Disruption passen will: „Sei…












